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Ressourcenplanung ist ein grundlegendes Element des Projektmanagements. Sie umfasst die Prognose, Organisation und Zuweisung sämtlicher Ressourcen – von Personen und Ausrüstung bis hin zu Budget und Zeit –, die benötigt werden, um Projektziele zu erreichen.

Diese Planung stellt sicher, dass die richtigen Ressourcen zum richtigen Zeitpunkt verfügbar sind, wodurch Verzögerungen, Kostenüberschreitungen und überarbeitete Teams vermieden werden.

Was ist Ressourcenplanung?

Ressourcenplanung ist ein Bestandteil der Ressourcenanalyse und der Prozess zur Bestimmung, wie ein Unternehmen Ressourcen in einem Projekt zuweist, zum Beispiel die Verteilung von Aufgaben an Einzelpersonen basierend auf deren Fähigkeiten und Verfügbarkeit.

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Sie hilft dabei, Nachfrage und Kapazität projektübergreifend auszugleichen, sodass Sie straffe Zeitpläne einhalten und die Erwartungen der Stakeholder steuern können.

Der Planungsprozess im Ressourcenmanagement umfasst die Identifikation, Zuweisung und Verwaltung der Ressourcen, die erforderlich sind, um eine bestimmte Aufgabenstellung zu erfüllen oder ein konkretes Ziel zu erreichen; typischerweise unter Einsatz von Ressourcenmanagement-Software.

Es handelt sich um eine vorausschauende Tätigkeit, bei der betrachtet wird, was für das Projekt geplant ist, und sichergestellt wird, dass alle Arten von Ressourcen – darunter Menschen, Materialien, Werkzeuge und Finanzen – verfügbar sind, wenn sie vom Projekt benötigt werden. Selbst IT-Services erfordern eine Ressourcenplanung.

Als Projektmanager sind Sie eine von mehreren Rollen, die für das Ressourcenmanagement und die Ressourcenplanung verantwortlich sind. Das liegt daran, dass Sie mit den Projektanforderungen und dem Projektplan bestens vertraut sind.

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Wie funktioniert Ressourcenplanung?

Ziel der Ressourcenplanung ist es, sicherzustellen, dass jedes Projekt alles erhält, was es für seinen Erfolg braucht, sowie künftige Probleme vorherzusagen und abzumildern. Ressourcenplanung ist außerdem eine grundlegende Voraussetzung für die Entwicklung von Strategien zum Management mehrerer Projekte, um Konflikte zu vermeiden und eine fristgerechte Lieferung sicherzustellen.

Sie funktioniert, indem der Ressourceneinsatz und die Verfügbarkeit laufend und in Echtzeit erfasst werden, damit keine Engpässe oder ungenutzten Ressourcen im Projekt entstehen.

Hier sind einige zentrale Aspekte, die Sie beim Ressourcenplanungsprozess berücksichtigen sollten:

  • Ressourcen: Eine Liste der für das Projekt verfügbaren Ressourcen bildet die Grundlage für Ihren Plan. Die Visualisierung der Ressourcenverfügbarkeit ist dabei sehr hilfreich, da diese Liste meist auf Portfolio- oder Unternehmensebene erstellt wird und Ressourcen häufig zwischen Projekten geteilt werden.
  • Kosten: Sie erfassen in der Regel sowohl die direkten Kosten der Ressourcen für das Unternehmen als auch den in Rechnung gestellten Satz, der die Kosten für den Kunden darstellt. Bei personellen Ressourcen sollten Sie den Stundensatz dokumentieren, um ihn mit dem Zeitaufwand multiplizieren zu können.
  • Verfügbarkeit: Um Verzögerungen und Ressourcenkonflikte zu vermeiden, müssen Sie die Verfügbarkeit jeder Ressource kennen. Bei physischen Ressourcen sind Einschränkungen wie Bestellvorlaufzeiten zu beachten.
  • Verantwortlichkeiten: Nachdem Sie die benötigten Ressourcen identifiziert haben, weisen Sie Aufgaben zu, damit die Teammitglieder wissen, was von ihnen erwartet wird.
  • Abhängigkeiten: Das bezeichnet die Beziehung zwischen Ressourcen. Es kann Situationen geben, in denen bestimmte Ressourcen erst verfügbar oder funktionsfähig sind, wenn bestimmte Projektschritte abgeschlossen wurden. Diese Abhängigkeiten sollten eingeplant werden, da sie problemlos ganze Projekte aus der Bahn werfen können.

So funktioniert Ressourcenplanung: 6 Phasen

the six stages of the resource planning process
Hier sind die sechs Schritte, die Sie bei der Ressourcenplanung befolgen sollten.

Der Ressourcenplanungsprozess besteht aus 6 Phasen:

  1. Inventarisierung Ihrer anstehenden Projekte: Sie können einfach das Projektportfolio-Management-Tool Ihrer Organisation nutzen oder mit anderen Projektmanagern zusammenarbeiten, um herauszufinden, was in der Pipeline ist. Verstehen Sie, ob Sie nur ein einzelnes Projekt planen müssen oder mehrere Projekte, die gleichzeitig stattfinden werden.
  2. Ermittlung und Prognose der Ressourcenanforderungen für jedes Projekt: Bestimmen Sie die Arten und Mengen der für jedes Projekt benötigten Ressourcen unter Nutzung von historischen Projektdaten.
  3. Feststellen der Verfügbarkeit dieser Ressourcen: Prüfen Sie die interne und externe Verfügbarkeit von Ressourcen, um festzustellen, ob Fähigkeiten und Zeitpläne ausreichend übereinstimmen.
  4. Entscheidung, wo jede Ressource am besten eingesetzt wird: Weisen Sie Ressourcen den spezifischen Aufgaben und Projekten zu, für die sie aufgrund von Fähigkeiten, Erfahrungen, Projektanforderungen und Projektlebenszyklus am besten geeignet sind. Erstellen Sie einen Backup-Plan; es ist unklug, Ihren gesamten Projektzeitplan auf nur einen Ablauf auszurichten, falls (oder besser gesagt: wenn) sich etwas ändert.
  5. Zuweisung Ihrer Ressourcen für jedes Projekt: Erstellen Sie für jedes Projekt einen Plan, in dem die Methoden des Ressourcenmanagements aufgeführt werden, die Sie einsetzen möchten, die Nutzung jeder Ressource sowie Notfallpläne. Konsultieren Sie Dokumentationen aus vergangenen Projekten, wie beispielsweise frühere Projektpläne, Risikoregister, Budgets und/oder Retrospektiven, um Ihnen bei der angemessenen Zuteilung von finanziellen Mitteln, Zeit und Personalressourcen zu helfen und potenzielle Fallstricke zu vermeiden.
  6. Überwachung Ihrer Projekte: Setzen Sie geeignete Projektmanagement-Tools inklusive Zeitplänen und Ressourcennutzung ein und passen Sie Ihren Plan bei Bedarf an, um auf Veränderungen und Herausforderungen zu reagieren. Es ist wahrscheinlich, dass Sie während des Projektverlaufs ständig Ressourcen neu zuweisen werden.

Es gibt zahlreiche Vorlagen für die Ressourcenplanung, die Sie nutzen können, um diesen Prozess zu beschleunigen und Zeit und Aufwand zu sparen.

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Behalten Sie die Engpasstheorie im Blick

Die Engpasstheorie ist eine Management-Methode, mit der Projektmanager potenzielle Engpässe in ihren Arbeitsprozessen erkennen können. Das Versäumnis, solche Engpässe zu identifizieren und zu beseitigen, bedeutet, dass äußere Einflüsse die Fähigkeit Ihres Teams, den Projektzeitplan einzuhalten, erheblich beeinträchtigen können.

 

Die Vorgehensweise der Engpasstheorie umfasst fünf Schritte:

  1. Untersuchen Sie jeden Prozess in Ihrem Projekt-Ressourcenplan. Was ist der limitierende Engpass, der den Fortschritt verlangsamt oder aufhält?
  2. Überprüfen Sie die Ressourcennutzung im Projekt, um festzustellen, welche Ressourcen Sie zur Bewältigung des Engpasses einsetzen können.
  3. Stellen Sie sicher, dass alle Aktivitäten im Prozess den Engpass unterstützen.
  4. Falls der Ressourcenengpass nicht beseitigt werden kann, überlegen Sie sich weitere Maßnahmen, mit denen sich der Engpass möglicherweise entschärfen lässt (z. B. durch den Einsatz zusätzlicher Ressourcen).
  5. Gehen Sie neue Engpässe an und setzen Sie den Kreislauf fort.

 

Es ist auch wichtig zu prüfen, ob andere Teams eine Rolle in Ihrem Projekt spielen. Benötigt Ihr Team für den Erfolg Lieferungen von externen Teams? Diese Engpässe können sich ebenfalls auf Ihr Projekt auswirken.

Bedeutung der Ressourcenplanung

Wenn Organisationen Zeit in die Vorausplanung investieren, vermeiden sie Fehler auf dem Weg. Ressourcenplanung (mit einer Prise aktiver Ressourcenverwaltung) ist einer der wichtigsten Aspekte des Projektmanagements, der zum Erfolg eines Projekts beitragen kann.

Glauben Sie mir nicht?

Laut der Pulse of the Profession-Umfrage des Project Management Institute waren 23 Prozent der befragten Organisationen der Meinung, dass unzureichende Ressourcenprognosen einer der Hauptgründe für das Scheitern von Projekten sind.

Daher ist es wichtig, die Bedeutung von Prognosen im Projektmanagement zu erkennen.

Prognosen und Ressourcenplanung sind entscheidend … sie geben mir einen besseren Hinweis darauf, ob wir ein größeres Budget benötigen oder eine Funktion streichen müssen.

Ryan Gilbreath

Hier sind einige Gründe, warum Ressourcenplanung und Ressourcenprognosen notwendige Bestandteile des Projektmanagements sind:

  • Transparenz bei Ressourcen und Zeitplänen: Die Ressourcenplanung kann die Projekttransparenz erhöhen, da Sie klarer sehen können, wie sich die Logistik eines Projekts mit anderen im Unternehmen überschneidet. So können Probleme wie widersprüchliche Deadlines oder Fehlkommunikation vermieden werden. Ein Gantt-Diagramm etwa zeigt den gesamten Projektzeitplan sowie alle dazugehörigen Schritte und hilft dabei, Bereiche zu identifizieren, in denen Teams überlastet sein könnten.
  • Zuteilung von Ressourcen: Mit Ressourcenplanungstools können Sie die richtige Mitarbeiterin oder den richtigen Mitarbeiter für ein bestimmtes Projekt finden. Durch eine durchdachte Personalstrategie stellen Sie sicher, dass Sie passende Ressourcen einsetzen und die Spezialkenntnisse Ihres Teams weiterentwickeln.
  • Nachvollziehbarkeit der Zeit: Mithilfe von Projektverfolgungssoftware können Sie die auf einem Projekt verbrachte Arbeitszeit im Vergleich zu den ursprünglichen Erwartungen erfassen. Diese Nachvollziehbarkeit hilft, Produktivitätsprobleme frühzeitig zu erkennen, und kann Konflikte bei der Ressourcenplanung verhindern, die durch Projektverzögerungen entstehen können.
  • Prognose zukünftiger Ressourcen: Sie können anhand von Daten aus aktuellen Projekten vorhersagen, welche Ressourcen Sie künftig benötigen werden. Es ist wichtig, den Ressourcenbedarf zu berechnen und eine Kapazitätsplanung durchzuführen, damit Sie nicht durch Ressourcenengpässe ausgebremst werden. (Erfahren Sie hier, worin sich Kapazitätsplanung und Ressourcenplanung unterscheiden.)
  • Analyse der Budgetierung: Unternehmen können mit Hilfe der Ressourcenplanung eine detaillierte Projektkostenanalyse durchführen. Unternehmensführungen können die Kosten für jedes Teilprojekt ermitteln, um die Preisgestaltung so festzulegen, dass die Rentabilität des Projekts erreicht wird.
  • Flexibilität: Die Ressourcenplanung ermöglicht es Ihnen, einen Plan B (oder Plan C) zu entwickeln für den Fall, dass eine oder mehrere Ressourcen nicht verfügbar sind oder sich die Kapazität ändert (z. B. wenn eine Teamkollegin oder ein Teamkollege die Abteilung oder das Unternehmen verlässt).

Was Sie bei der Ressourcenplanung vermeiden sollten

Ressourcenmanagement ist ein wichtiger Bestandteil des Projektmanagements, bringt jedoch auch Herausforderungen im Arbeitsablauf mit sich. Beachten Sie folgende Risikofaktoren, damit Sie häufige Fehler vermeiden können:

  • Ihre Bedürfnisse nicht verstehen: Ein Ressourcenplan ist nur dann effektiv, wenn er alle Ihre erwarteten Anforderungen und jede verfügbare Ressource genau abbildet. Berücksichtigen Sie alles, was Sie wissen, damit Sie später keine Überraschungen erleben.
  • Keine Nachverfolgung der Ergebnisse: Vergleichen Sie Ihre Prognosen mit den tatsächlichen Ergebnissen. Entsprachen die geschätzten Ressourcenkosten den tatsächlichen Kosten? Hat ein Projekt mehr Stunden in Anspruch genommen als erwartet? Analysieren Sie diese Ergebnisse, um Verbesserungsbereiche zu identifizieren und in Zukunft bessere Projektpläne zu erstellen.
  • Teams nicht an Zusagen binden: Das Team sollte für die Einhaltung seiner Fristen zur Verantwortung gezogen werden (ohne dabei unrealistisch zu sein). Setzen Sie klare Erwartungen und verfolgen Sie nicht eingehaltene Zusagen nach, um Ihr Team auf Kurs zu halten.
  • Personalbedarf nicht vorausschauend planen: Planen Sie Personalbedarf frühzeitig ein. Ist die Personalausstattung zu knapp, kann die Mitarbeiterzufriedenheit leiden. Ist die Ausstattung zu großzügig, zahlen Sie für unnötige Ressourcen. Wenn Sie Ihre zukünftigen Anforderungen voraussehen, haben Sie Zeit, neue Mitarbeitende einzuarbeiten und Fluktuation zu berücksichtigen.
  • Scope Creep nicht begrenzen: Legen Sie mit dem Team und dem Kunden klare Erwartungen darüber fest, was in einem Projekt enthalten ist und was nicht. Kunden-Ressourcenmanagement-Software kann Sie dabei unterstützen, indem sie Transparenz über verfügbare Ressourcen und Projektumfänge schafft. Berücksichtigen Sie außerdem Pufferzeiten und zusätzliche Ressourcen für unerwartete Änderungen, um zu gewährleisten, dass der Zeitplan eingehalten wird.

Wenn Sie regelmäßig an Ihren Ressourcenmanagement-Fähigkeiten arbeiten, können Sie diese Herausforderungen antizipieren, bevor sie auftreten.

Ressourcenmanagement-Software oder Tools zur Ressourcenplanung erleichtern die Erstellung von Ressourcenplänen.

Diese Tools helfen dabei, Informationen wie Terminpläne der Teammitglieder, Kapazitäten, Soll-Auslastungsquoten und Kompetenzen zu verwalten und zu speichern, sodass Sie alle relevanten Informationen zur Verfügung haben, um einen präzisen Ressourcenplan zu erstellen. Spezielle Tools zur Kapazitätsplanung finden Sie hier.

Hier ist unsere Liste der besten Softwaretools für Ressourcenmanagement:

Falls Sie eine günstige Option zum Einstieg benötigen, werfen Sie einen Blick auf unsere Liste mit kostenloser Ressourcenmanagement-Software oder diese Liste mit Open-Source-Ressourcenmanagement-Software.

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