Ressourcen optimieren, Gewinne steigern: Eine gute Ressourcenauslastung hilft Ihnen, die abrechenbare Zeit und Produktivität Ihrer Projekte zu steigern, was eine höhere Projektprofitabilität bedeutet.
Zufriedene Teams, zufriedene Kunden: Effektives Ressourcenmanagement führt zu zufriedener Führung, zufriedenen Teams und Kunden – das schafft einen positiven Kreislauf von Erfolg und Bindung.
Arbeitslasten für alle ausbalancieren: Sorgfältige Überwachung der Auslastungsraten stellt sicher, dass Teammitglieder weder über- noch unterbeschäftigt sind, fördert ein gesünderes Arbeitsumfeld und verbessert die Moral.
Durch die Optimierung der Ressourcenauslastung Ihres Teams können Sie Ihre Entscheidungskosten senken, die Produktivität der Teammitglieder steigern und die abrechenbare Zeit in Ihren Projekten erhöhen. Das sorgt dafür, dass Führungskräfte, Kunden und Teams zufrieden sind – Sie steigern Ihre Rentabilität, liefern Arbeit termingerecht ab und stellen sicher, dass Teammitglieder weder über- noch unterfordert sind.
Ich stelle Ihnen eine Formel zur Berechnung der Auslastungsrate vor, erkläre, wie Sie diese für Ihre Projekte verfolgen und verbessern können und gebe meine wichtigsten Experten-Tipps für die effektive Umsetzung dieses Prozesses.
Was ist eine Auslastungsrate?
Die Auslastungsrate ist eine Leistungskennzahl, die quantifiziert, wie viel von der verfügbaren Zeit einer Ressource für produktive, umsatzgenerierende Aktivitäten aufgewendet wird.
Die Auslastungsrate kann auf Personal, Ausrüstung und Finanzkapital angewandt werden. Eine höhere Auslastungsrate deutet in der Regel darauf hin, dass Sie Ihre Ressourcen gut nutzen, während eine niedrigere Rate auf Ineffizienzen oder potenzielle Probleme in Ihren Abläufen hindeuten kann.
In einer dienstleistungsorientierten Organisation konzentriert sich die Auslastungsrate beispielsweise hauptsächlich auf die abrechenbaren Stunden der Teammitglieder – wie viel ihrer Zeit können Sie dem Kunden in Rechnung stellen?

Warum es wichtig ist, die Auslastungsrate zu verfolgen
Das Verfolgen der Ressourcenauslastung ist aus mehreren Gründen unerlässlich:
- Genauere Leistungsbenchmarks: In unterschiedlichen Branchen und Organisationen gibt es unterschiedliche Erwartungen, was eine „gute“ Auslastungsrate ist. Der Vergleich Ihrer Team-Auslastung mit diesen Standards hilft Ihnen bei der strategischen Kapazitätsplanung und gibt Ihnen einen Ausgangspunkt, um die Ressourcenzuweisung entsprechend zu erhöhen oder zu verringern.
- Bessere operative Effizienz: Ist die Ressourcenauslastung optimal, können Sie leicht erkennen, wo Ihr Projekt mehr Unterstützung oder Investition benötigt, Ineffizienzen aufdecken und fundierte Entscheidungen darüber treffen, wie Sie Ressourcen zuweisen. Das führt zu mehr Produktivität und geringeren Betriebskosten.
- Bessere Personalentscheidungen: Mit besseren Auslastungsdaten können Sie spezifische Ressourcen identifizieren, die beständig unter- oder überlastet sind, das Team umstrukturieren, Teammitglieder umverteilen oder bei Bedarf zusätzliches Personal einstellen. Wenn Sie auf ein cleveres Ressourcenmanagement achten, stellen Sie sicher, dass Teammitglieder eine ausgewogene Arbeitsbelastung haben.
- Bessere Ressourcenprognosen: Durch das Erfassen von Auslastungsraten können Sie vergangene Nutzungstrends analysieren und Daten verwenden, um zukünftigen Ressourcenbedarf genauer vorherzusagen. Auch das hilft bei der Kapazitätsplanung und sorgt dafür, dass Ihr Team die Arbeitsbelastung ohne Überlastung oder Verzögerungen bewältigen kann.

Wie wird die Auslastungsrate berechnet?
Nutzen Sie diese Formel zur Auslastungsrate, um zu verfolgen, wie viel Arbeit Teammitglieder zu erledigen haben, verteilen Sie Aufgaben im Team neu, sorgen Sie für mehr Ausgewogenheit, erhöhen Sie die abrechenbare Zeit und verbessern Sie die Profitabilität.
Formel für die Auslastungsrate: Auslastungsrate (%) = (Gesamtzahl der abrechenbaren Stunden / Gesamtzahl der verfügbaren Stunden) x 100
- Gesamtzahl der abrechenbaren Stunden: Die Zeit, die für Aufgaben oder Projekte aufgewendet wird, die dem Kunden in Rechnung gestellt werden können.
- Gesamtzahl der verfügbaren Stunden: Die Zeit, in der Ressourcen zur Verfügung stehen – ausgenommen Urlaubs- oder unproduktive Zeiten.
Wenn ein Mitarbeitender beispielsweise 40 Stunden pro Woche arbeitet und davon 30 Stunden mit abrechenbaren Aufgaben verbringt, sieht die Berechnung so aus:
Auslastungsrate = (30 / 40) x 100 = 75%
Das bedeutet, dass die Person 75% ihrer verfügbaren Zeit für umsatzgenerierende Projekte einsetzt.
Wie berechnet man die Auslastung für das ganze Team? Angenommen, ein Beratungsunternehmen mit einem Team von fünf Berater:innen hat jede Woche jeweils 40 Arbeitsstunden pro Person, insgesamt also 200 verfügbare Stunden für das Team. Wenn die Berater:innen in dieser Woche 160 Stunden mit abrechenbaren Kundenprojekten verbringen, würde die Auslastungsrate (mit Hilfe von Zeiterfassungssoftware für Berater:innen) wie folgt berechnet:
Auslastungsrate = (160 / 200) x 100 = 80%
Das bedeutet, dass das Beratungsteam 80% seiner verfügbaren Zeit für abrechenbare Kundenarbeit einsetzt.
Wenn das gleiche Team jedoch in einer anderen Woche nur 80 Stunden abrechnen kann, sinkt die Auslastung auf 40%. Ein solcher Rückgang würde dazu führen, dass Sie die Ursachen genauer untersuchen – sei es aufgrund weniger Kundenprojekte, eines Anstiegs administrativer Aufgaben oder anderer nicht abrechenbarer Tätigkeiten.
Wie man die Auslastungsrate verfolgt
Hier sind einige Strategien zur Verfolgung von Auslastungsraten:
- Entwickeln Sie ein System zur Datenerfassung: Etablieren Sie ein System zur Erfassung der auf verschiedene Aufgaben verwendeten Zeit. Sie können Zeiterfassungssoftware oder Tools nutzen, um die Arbeitsstunden Ihres Teams für bestimmte Projekte oder Aktivitäten zu dokumentieren. Richten Sie Prozesse ein, die es Ihrem Team ermöglichen, Arbeitszeiten genau zu erfassen und stellen Sie sicher, dass die gesammelten Daten verlässlich sind.
- Kategorisieren Sie die Stundenarten: Die Kategorisierung der Zeit jedes Teammitglieds in abrechenbare und nicht abrechenbare Stunden hilft, die Auslastungsrate präzise zu berechnen. Definieren Sie klare Richtlinien, wann Teammitglieder ihre Zeit als abrechenbar oder nicht abrechenbar erfassen sollen, und sorgen Sie dafür, dass alle die Begriffsdefinitionen verstehen.
- Berichte generieren: Überprüfen Sie die erfassten Daten regelmäßig, um Verbesserungspotenziale zu identifizieren. Erstellen Sie Berichte, die Trends und Schwankungen in den Auslastungsraten im Zeitverlauf darstellen. So lassen sich Muster erkennen, wie besonders arbeitsintensive Phasen oder die Unterauslastung bestimmter Ressourcen. Das hilft dabei, Arbeitslasten z. B. durch Ressourcenglättung oder Ressourcenanpassung auszugleichen.

Was ist eine gute Auslastungsrate?
Eine Auslastungsrate von 70% bis 85% gilt als gesund. Die ideale Auslastungsrate ist subjektiv und variiert je nach Branche, aber ein Wert um die 80% ist ein sinnvolles Ziel: Alles deutlich darüber birgt das Risiko von Mitarbeiterüberlastung, und darunter wird die Zeit des Teams nicht effizient genutzt.
Tools zur Verwaltung der Auslastung
Hier sind einige verschiedene Arten von Tools, mit denen Sie die Auslastungsraten überwachen und steuern können:
- Ressourcenmanagement-Software kann Ihnen helfen, Ressourcen effektiver zu verwalten – mit Funktionen wie automatisierter Planung und Neuplanung bei Planänderungen, automatisierter Berechnung der Auslastung sowie einer schnellen Neuverteilung von Aufgaben, wenn nötig.
- Projektmanagement-Software wird eingesetzt, um Projektzeitpläne zu überwachen und Arbeitslasten zu verwalten. In der Regel lässt sich diese Software mit Ihrem Zeiterfassungstool integrieren, sodass Sie Auslastungsraten und Projektfortschritt im Vergleich zu erfassten Stunden im Blick behalten. Darüber hinaus können Sie Rechnungen basierend auf Einträgen automatisch erstellen und Kunden bequem abrechnen.
- Größere Unternehmen setzen möglicherweise Enterprise Resource Planning (ERP)-Systeme ein. Diese Systeme verfügen oft über fortgeschrittene Berichtsfunktionen zur Analyse von wichtigen Kennzahlen wie Ressourcenauslastung über Abteilungen und Projekte hinweg. Ein weiterer wesentlicher Vorteil von Enterprise Resource Planning-Software besteht darin, dass sie Daten aus mehreren Quellen zentralisieren kann, um einen Überblick über die Auslastung zu geben und fundierte Entscheidungen zur Ressourcenoptimierung zu treffen.
Tipps zur Verbesserung der Auslastungsraten
Hier sind einige zusätzliche Tipps, die hilfreich sind, um die Ressourcenauslastung zu verbessern.
1. Schaffen Sie eine Kultur der Verantwortlichkeit
Schaffen Sie eine Kultur der Verantwortlichkeit durch:
- Dazu ermutigen, dass Teammitglieder ihre Arbeitszeiten konsequent und korrekt erfassen, um bessere Daten zu gewinnen und fundiertere Entscheidungen zu treffen.
- Den Teammitgliedern genau erklären, wie ihre Arbeit zu übergeordneten Zielen beiträgt, und dass die Zeiterfassung dazu dient, ihre Arbeitslasten auszugleichen.
- Schulungen oder Workshops zu Zeitmanagement und Auslastung anbieten
- Mit Teammitgliedern zusammenarbeiten, um Wege zur Verbesserung ihrer Produktivität und ihres Zeitmanagements zu finden
2. Überprüfen Sie regelmäßig die Verteilung der Arbeitslast
Überprüfen Sie regelmäßig die Verteilung der Arbeitslast in Ihrem Team. So können Sie erkennen, welche Teammitglieder überlastet sind und wer zusätzliche Aufgaben übernehmen kann. Eine ausgewogenere Verteilung der Arbeit steigert die Produktivität, Zufriedenheit und Auslastung Ihrer Teammitglieder.
3. Investieren Sie in Entwicklung und Weiterbildung
Bieten Sie Möglichkeiten zur beruflichen Weiterentwicklung, damit sich Ihre Teammitglieder wertgeschätzt und motiviert fühlen. Wenn Sie Ihr Personal mit den notwendigen Fähigkeiten und Werkzeugen ausstatten, um Produktivität und Effizienz zu steigern, führt das zu mehr Engagement und zu einer verbesserten Ressourcenauslastung im gesamten Team.
Herausforderungen bei der Ressourcenauslastung
Hier sind einige Herausforderungen, denen Sie bei der Berechnung und Überwachung der Ressourcenauslastung begegnen können.
- Unklare Definition der Auslastung: Ohne eine eindeutige Definition der Auslastung laufen Sie Gefahr, lediglich das Arbeitsergebnis zu messen, ohne die Qualität der Arbeit zu berücksichtigen. Das kann zu Fehlinterpretationen der Effizienz führen und Verbesserungsmöglichkeiten übersehen lassen.
- Schwankende Arbeitsbelastung: Es kann schwierig sein, die Ressourcenauslastung bei schwankenden Arbeitsbelastungen genau zu berechnen. Ein Projektteam kann zum Beispiel je nach Projektzeitplan oder Kundenanforderung Schwankungen bei der Nachfrage erfahren. Diese Unregelmäßigkeiten können dazu führen, dass Teammitglieder überlastet oder nicht ausgelastet sind. Hier können Planungstools einen Unterschied machen.
- Indirekte Einflussfaktoren übersehen: Es besteht zudem das Risiko, indirekte Faktoren, die sich auf die Auslastung auswirken, zu übersehen. Dazu gehören zum Beispiel Zeiten für Schulungen, Verwaltungsaufgaben oder Ausfallzeiten durch Gerätefehler. Solche Faktoren können die Auslastungswerte verfälschen und dazu führen, dass Entscheidungen auf unvollständigen oder ungenauen Daten basieren.
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