Da sich die Welt immer schneller neuen Technologien anpasst und Veränderungen schneller stattfinden als je zuvor, stellt der Druck, qualitativ hochwertige Ergebnisse schnell und effizient zu liefern, eine einzigartige Herausforderung dar.
KI-gestützte Workflows können uns dabei helfen, Abläufe und Serviceleistungen besser als zuvor zu gestalten. In diesem Artikel zeige ich, wie KI-Workflow-Automatisierung die Projektdurchführung und operative Abläufe optimieren kann, um Sie zu inspirieren, den Einsatz von KI in Ihren Automatisierungsprozessen zu erwägen.
Was ist KI-Workflow-Automatisierung?
KI-Workflow-Automatisierung bezeichnet die Nutzung von generativer KI in Workflows, um gezielte Arbeitsabläufe zu automatisieren und zu optimieren. Dies beinhaltet die Integration von künstlicher Intelligenz in standardisierte Geschäftsprozesse, um Abläufe zu optimieren und sich wiederholende manuelle Aufgaben zu reduzieren.
KI-gestützte Workflows können aus Datenmustern und früheren Entscheidungen lernen, um sich wiederholende Entscheidungen zu automatisieren, Datenströme zu verwalten und Echtzeit-Analysen bereitzustellen. Während der Planung verwendet das Team häufig ein Entscheidungs-Flowchart, um bedingte Pfade aufzuzeigen, denen die KI je nach unterschiedlichen Eingaben oder Auslösern folgt.
KI ist ein hervorragendes Werkzeug, wenn die Fragestellungen einigermaßen vorhersehbar sind und die Antworten bekannt. In der Praxis bedeutet das, KI zur Ausführung einfacher oder mittelmäßig komplexer Aufgaben einzusetzen, die sonst ein Mensch übernehmen müsste, oder Empfehlungen für menschliche Entscheidungen in einer bestimmten Situation abzugeben.
Warum benötigen Sie KI-Workflow-Automatisierung?
Der Einsatz von KI in Workflows ist die Zukunft der Automatisierung von Betriebsabläufen. Was früher von Menschen erledigt wurde, kann heute durch eine gut trainierte KI durchgeführt werden. Dadurch bleibt Ihren Projektteams mehr Zeit für komplexere, kreative und innovative Aufgaben.
Auch wenn das zunächst beängstigend klingt, bietet der effektive Einsatz automatisierter Workflows branchenübergreifend zahlreiche Vorteile.
- Reduktion repetitiver Aufgaben: KI in der Workflow-Automatisierung ermöglicht es Menschen, zeitaufwändige, sich wiederholende Tätigkeiten zu vermeiden und sich auf komplexe Entscheidungsprozesse sowie Innovationen zu konzentrieren – also auf Aufgaben, die KI nicht verarbeiten oder erschaffen kann. KI übernimmt Arbeiten, die sonst Zeit und Energie für strategisch wichtige Aufgaben beanspruchen würden. Damit sinken auch die Kosten für die Ausführung repetitiver Aufgaben.
- Genauigkeit steigern: KI-gestützte Workflows können die Genauigkeit bei der Prozessautomatisierung erhöhen, indem sie vordefinierten Regeln und datenbasierten Erkenntnissen folgen und so das Risiko menschlicher Fehler bei Routinetätigkeiten reduzieren. Besonders in datenintensiven Bereichen wie Finanzen, Gesundheitswesen und Kundenservice, wo Präzision entscheidend ist, boomt die KI-gestützte Prozessabwicklung derzeit.
- Prozesse skalieren: Überall, wo Eingaben halbwegs konsistent sind (also für ein Sprachmodell leicht verständlich), können KI-Workflows die menschliche Arbeit ergänzen und einen reibungslosen Ausbau der Abläufe ermöglichen. Beispielsweise können Drive-In-Schalter mit KI Bestellungen aufnehmen und direkt an das Restaurant senden, wodurch Wartezeiten verringert werden und Mitarbeiter sich aufs Kochen statt auf die Bestellannahme konzentrieren können.
- Verbesserte Projektplanung und -design: KI kann zur Analyse historischer Daten, zur Prognose von Ressourcenbedarfen und zur Verarbeitung großer Datenmengen eingesetzt werden. Bei der Umsetzung können Projektmanager und Business-Analysten mithilfe von KI Betriebsabläufe und Services im großen Maßstab planen und gestalten.
- Höhere Anpassungsfähigkeit: Selbst wenn die KI bereits für eine Aufgabe trainiert wurde, kann sie einfach aktualisiert werden, um sich an wechselnde Abläufe anzupassen. Was für Menschen extra Trainingszeit bedeuten würde, kann in einem KI-gestützten Workflow innerhalb von Minuten angepasst werden. Beispiele hierfür sind die Einführung einer neuen Richtlinie im Kundenservice oder das Hinzufügen neuer Menüoptionen für Bestellungen.
KI-Workflow-Beispiele
Da KI mittlerweile in zahlreichen Branchen und Anwendungsfällen genutzt wird, gibt es einige beeindruckende, sichtbare Beispiele für KI-Workflows im Projektmanagement, mit denen wir alle in Kontakt kommen können.
KI-automatisierte Support-Workflows
Unternehmen wie Zendesk, Atlassian und HubSpot ermöglichen es ihren Kunden, KI-basierte Chatbots und Konversations-KI zur Automatisierung von Support-Workflows im Kundenservice einzusetzen.
Diese Chatbots bearbeiten gängige Kundenanfragen, wie Kontoverwaltung oder technische Problemlösung, indem sie eingehende Fragen analysieren und mit relevanten Informationen antworten oder die Nutzer zu passenden Ressourcen weiterleiten.
Dadurch verkürzen sich die Wartezeiten für Kunden und die Belastung menschlicher Mitarbeitender wird reduziert. Diese können sich anschließend auf komplexere Fragen und Kundenanliegen konzentrieren. Durch das Sammeln und Analysieren von Chatdaten verbessert die KI kontinuierlich ihre Antworten und steigert das Kundenerlebnis.
KI-gestützte automatisierte vorausschauende Wartung in der Fertigung
General Electric (GE) setzt KI-Workflow-Automatisierung für die vorausschauende Wartung ihrer Industriemaschinen ein. Sensoren erfassen Maschinendaten, und KI-Modelle analysieren diese Daten, um Ausfälle vorherzusagen, bevor sie eintreten.
Automatisierte Workflows (eine Funktion, die oft in Software für das Projektmanagement von Einrichtungen verfügbar ist) planen daraufhin Wartungsaufgaben und bestellen notwendige Ersatzteile, sodass die passenden Techniker und Ressourcen verfügbar sind. Das reduziert Ausfallzeiten, verlängert die Lebensdauer der Geräte und senkt die Wartungskosten.

KI-gestützte automatisierte Rechnungsverarbeitung im Finanzwesen
Debitorenbuchhaltungsabteilungen in Unternehmen wie IBM setzen KI-Automatisierung ein, um den Rechnungsbearbeitungsprozess zu optimieren. Optische Zeichenerkennung (OCR) extrahiert die Daten aus Rechnungen und KI-Algorithmen gleichen diese Informationen mit Bestellungen und Verträgen ab.
Nach der Prüfung startet das System automatisch die Zahlung und aktualisiert die Buchhaltung. Ausnahmen und Abweichungen werden für eine manuelle Prüfung durch Mitarbeitende markiert. Diese Automatisierung hat die Rechnungsfreigabe beschleunigt, Fehler minimiert und die administrative Belastung für Finanzteams reduziert.
Hier finden Sie weitere Beispiele für Workflows.
Nachteile von KI-Workflows
Es gibt einige Aspekte, die bei der Gestaltung von KI-automatisierten Workflows zu beachten sind, die sich in manchen Organisationen und Branchen als Nachteil erweisen können.
- Implementierungskosten: Die Einführung von KI-basierten Workflows erfordert häufig erhebliche Anfangsinvestitionen in qualifiziertes Personal, Infrastruktur, Software und Schulungen. Für kleinere Unternehmen mit begrenztem Budget können diese Kosten hinderlich sein. Allerdings integrieren immer mehr Unternehmen und Anbieter von Workflow-Management-Software KI-Funktionen in ihre bestehenden Werkzeuge – achten Sie also auf KI-Automatisierungsfunktionen in Ihren bestehenden Prozessautomatisierungs-Tools.
- Schwache Behandlung von Ausnahmen: KI-Workflows stoßen bei Sonderfällen oder ungewöhnlichen Situationen, die nicht vorhersehbaren Mustern folgen, oft an ihre Grenzen. Wenn zum Beispiel eine Kundenbeschwerde außerhalb der typischen Eingaben liegt, für die ein KI-Chatbot programmiert wurde, kann das System das Problem missverstehen oder irrelevante Ratschläge geben. Es ist wichtig, dass Menschen eingebunden sind, um Ausnahmen korrekt zu handhaben und den Workflow für künftige Fälle anzupassen und zu optimieren.
- Wahrnehmung von KI als unpersönlich: KI-Antworten können in sensiblen Situationen an Empathie und Feinfühligkeit fehlen. Besonders im Kundenservice können automatisierte Nachrichten als unpersönlich oder distanziert wahrgenommen werden, was zu Unzufriedenheit oder im schlimmsten Fall zu Frustration beim Umgang mit KI führen kann. Es gilt, beim Designen von KI-automatisierten Workflows die richtige Balance zwischen Automatisierung und menschlichem Einfühlungsvermögen zu finden.
- Sicherheits- und Datenschutzbedenken: Viele große Unternehmen verfügen über vertrauliche Daten und Informationen, die nicht an KI-gestützte Tools weitergegeben werden dürfen. Möglicherweise ist Ihr Einsatz von KI bei der Automatisierung von Unternehmens-Workflows daher eingeschränkt. Wenn Sie die Einführung von KI in Ihrem Unternehmen erwägen, sprechen Sie mit Ihren Sicherheits- und Rechtsexperten und achten Sie auf private KI-Modelle, die die benötigten Funktionen bieten und zugleich Ihre Daten schützen.
- Voreingenommenheit und ethische Probleme: KI-Modelle können unbeabsichtigt Vorurteile aus den Trainingsdaten verstärken und dadurch zu unfairen oder diskriminierenden Entscheidungen führen. Diese Verzerrungen können zum Beispiel im Recruiting, in der Kundenbetreuung oder anderen Workflows auftreten, wenn sie nicht sorgfältig kontrolliert werden. Achten Sie daher besonders darauf, bei welchen Aufgaben KI eingesetzt wird – insbesondere bei Fragestellungen rund um Personalmanagement oder zwischenmenschliche Belange.
- Mitarbeiterreaktionen bzgl. möglicher Arbeitsplatzverluste: Wenn KI und Automatisierung wiederkehrende Aufgaben übernehmen, kann dies bei Mitarbeitenden Ängste vor Arbeitsplatzverlust oder Überflüssigkeit auslösen und zu Entlassungen führen. Dieser Wandel lässt sich nur steuern, wenn proaktiv Weiterbildungsmöglichkeiten geschaffen werden, damit sich Mitarbeitende auf neue und andere Aufgaben vorbereiten, die den Bedürfnissen des Unternehmens und den Grenzen KI-gestützter Workflows entsprechen.
KI-Workflow-Tools
Wenn Sie bereit sind, mit der Automatisierung Ihrer Arbeitsabläufe mit KI zu starten, ist der erste Schritt, den Workflow vor dem Einsatz von KI zu verstehen.
Sobald Sie sich mit dem Workflow-Diagramm vertraut gemacht haben, ist es an der Zeit zu überlegen, wie KI Workflow-Automatisierung unterstützen kann, indem manuelle Schritte aus dem Ablauf entfernt und effektiv einem KI-Assistenten übergeben werden.
Darüber hinaus können Ihnen die folgenden generativen KI-Plattformen bei der Automatisierung Ihrer Arbeitsabläufe helfen:
- OpenAI's ChatGPT
- Microsoft Copilot
- Google Gemini
- Anthropic's Claude
Wenn Sie keines der oben genannten Tools nutzen, verwenden Sie vermutlich KI-gestützte Funktionen von Workflow-Automatisierungssoftware dafür. Wenn Sie prüfen, wie Ihnen eine KI-Workflow-Automatisierungssoftware helfen kann, suchen Sie nach sich wiederholenden Aufgaben, die Fragen und Antworten umfassen oder Daten erfassen und ein vorhersehbares Ergebnis oder eine Lösung liefern – diese eignen sich besonders zur Automatisierung durch KI in Ihren Prozessen.
Best Practices für KI-Workflow
Die Integration von KI in Automatisierungsinitiativen kann zunächst wie eine große Herausforderung erscheinen. Hier finden Sie aber Tipps und Tricks, die Ihnen den Einstieg erleichtern, ohne dass Sie sich übernehmen.
Probieren Sie diese Tipps aus, wenn Sie KI in Ihre Abläufe integrieren:
- Fangen Sie klein an, machen Sie einfach das Experiment: Beginnen Sie Ihre KI-Implementierung, indem Sie einen kleinen, unkritischen Arbeitsprozess automatisieren. Es gibt viele No-Code-/Low-Code-App-Lösungen für den Einstieg. Starten Sie mit einer KI-Funktion in einer Workflow-App, die Sie bereits nutzen, und bauen Sie von dort aus auf. Überwachen Sie auch Ihre Experimente mit KI-Workflow-Automatisierungstools. KI benötigt weiterhin menschliche Aufsicht und Eingreifen – überlassen Sie sie also nicht sich selbst.
- Fokussieren Sie sich auf Bereiche mit großem Mehrwert: Priorisieren Sie Workflows, die die höchste Rendite für Ihre Zeit- und Technologieinvestition bieten. Denken Sie an sich wiederholende Aufgaben, die zeitaufwendig oder fehleranfällig sind. Die Automatisierung dieser Bereiche durch KI bringt sofortige Vorteile und liefert gleichzeitig gute Argumente für weitere Investitionen in KI, wenn es gut läuft.
- Beginnen Sie mit sauberen Daten: KI-Modelle sind nur so gut, wie die Trainings- und Datenquellen. Starten Sie daher dort, wo die Daten sauber und konsistent sind, um Fehler in der KI-Verarbeitung zu vermeiden und die Zahl der Ausnahmen, die auf einen Menschen eskaliert werden müssen, zu verringern.
- Gestalten Sie mit Blick auf Sicherheit und Compliance: Holen Sie sich Ihre Rechts- und IT-Sicherheitsexperten ins Boot, bevor Sie vollumfänglich mit KI-Tools starten. Achten Sie darauf, welche Datenschutzvorschriften sowohl für Sie als auch für Ihre Kunden gelten und gestalten Sie Arbeitsabläufe, die diese Anforderungen erfüllen.
- Investieren Sie in Schulungen und Change Management: Unterstützen Sie Ihre Mitarbeitenden mit Schulungen zu den neuen Abläufen und erklären Sie, wie KI ihre Rolle verbessert statt beeinträchtigt. Ein durchdachter Change-Management-Plan hilft, die unvermeidlichen Bedenken hinsichtlich Arbeitsplatzverlust zu adressieren und fördert hoffentlich auch die Akzeptanz von KI-Technologien.
Zukünftige Trends bei KI-Workflow-Automatisierung
Wie jede andere disruptive Technologie ist auch KI gekommen, um zu bleiben. Wenn wir auf das Jahr 2024 zurückblicken, war es ein Jahr, das mit seltsamen Videos von Will Smith beim Spaghettiessen begann und mit KI-Fähigkeiten endete, die sich einige kaum hätten vorstellen können.
Es war auch ein Jahr, in dem viele Projektmanagement-Tools KI-Funktionen entwickelten, um zeitraubende Aufgaben wie das Erstellen von Besprechungsnotizen, das Zusammenfassen von Dokumenten und das Erstellen von Checklisten anhand von Aufgaben-Titeln zu erleichtern.
2025 wird voraussichtlich das Jahr sein, in dem wir mehr Integrationen zwischen Projekt-Workflow-Tools und prädiktiven KI-Modellen sehen, da letztere exponentiell an Fähigkeiten gewinnen. So wie ein iPhone ChatGPT nutzt, um Objekte durch die Kameralinse zu erkennen, werden Tools mit den großen KI-Anbietern interagieren, um Informationen auszutauschen und Teams die Arbeit zu erleichtern.
Es würde nicht überraschen, wenn Sie eine Beta-Version eines Workflow-Tools sehen, das ganz ohne Berührungspunkte funktioniert. Bei diesem geben die am Projekt beteiligten Personen sehr gezielte Eingaben, die eine KI verwenden kann, um den gesamten Prozess zu steuern.
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