Was ist Portfoliomanagement?: Portfoliomanagement stellt sicher, dass eine Projektsammlung mit der Unternehmensstrategie übereinstimmt und Ressourcen optimal genutzt werden. Es eignet sich besonders für Unternehmen, die einen Gesamtüberblick über ihre Initiativen erhalten möchten.
Was ist Projektmanagement?: Projektmanagement konzentriert sich auf die Planung, Durchführung und Übergabe einzelner Projekte. Es ist ideal, um spezifische Ziele innerhalb eines festgelegten Zeitrahmens und Budgets zu erreichen.
Unterschiede in der Entscheidungsfindung: Portfoliomanager treffen Entscheidungen auf hoher Ebene, etwa bei der Projektpriorisierung und Ressourcenverteilung über das gesamte Portfolio hinweg. Projektmanager übernehmen die alltäglichen Entscheidungen, um einzelne Projekte erfolgreich umzusetzen.
Kennzahlen zählen: Erfolgskriterien unterscheiden sich zwischen Projekt- und Portfoliomanagement. Im Portfoliomanagement wird Erfolg durch das Erreichen strategischer Unternehmensziele gemessen. Im Projektmanagement zählen pünktliche Lieferung, Einhaltung des Budgets und die Zufriedenheit der Beteiligten.
Den Projekt-Herausforderungen begegnen: Die Entscheidung, Projekte einzeln oder gesammelt zu steuern, kann Abläufe straffen und bessere Ergebnisse liefern – insbesondere bei sich verändernden Anforderungen im Unternehmen.
Sowohl Portfolio- als auch Projektmanagement sind unverzichtbare Werkzeuge für digitale Projektmanager, dienen jedoch unterschiedlichen Zwecken.
In diesem Artikel beleuchten wir die wichtigsten Unterschiede zwischen diesen Ansätzen – von den von ihnen beeinflussten Entscheidungen bis hin zu den verwendeten Erfolgskriterien. So können Sie herausfinden, welche Methode (oder auch beide!) für Ihre Herausforderungen am sinnvollsten ist – egal, ob es sich um begrenzte Ressourcen, wechselnde Prioritäten oder die Skalierung des Einflusses Ihrer Organisation handelt.
Was ist Portfolio-Management?
Projektportfolio-Management ist eine Sammlung von Methoden zur Verwaltung einer Vielzahl von Projekten. Es wird oft einfach als Portfolio-Management bezeichnet.
Während das Programm-Management die Steuerung einer Gruppe von miteinander verbundenen oder sich gegenseitig beeinflussenden Projekten beinhaltet, müssen Projekte in einem Portfolio nicht zwangsläufig zusammenhängen (obwohl sie es können). Portfolios können unterschiedliche Projekte enthalten, wie zum Beispiel Neuproduktentwicklungen, Marketingkampagnen oder auch IT-Initiativen.
Portfolio-Manager übernehmen oft im Rahmen eines Project Management Office (PMO) das zentrale Management, stellen sicher, dass die Projekte des Unternehmens mit dessen Strategie und spezifischen Zielen in Einklang stehen, und sorgen dafür, dass jedes Projekt im Portfolio angemessen mit Ressourcen ausgestattet und effektiv gesteuert wird. Das PMO könnte hierfür KI einsetzen.
Weitere Informationen über Programmmanagement vs. Projektmanagement.
Warum Unternehmen Portfolio-Management nutzen
Es gibt mehrere Gründe, warum Unternehmen Portfolio-Management einsetzen:
- Sie möchten ihre Projekte besser mit der Unternehmensstrategie ausrichten, vorhandene Ressourcen optimieren oder einfach den Projekt-Auswahlprozess verbessern, sodass sie sich auf die richtigen Projekte konzentrieren. Das ermöglicht sowohl der Führungsebene als auch den beteiligten Projektteams einen Gesamtüberblick.
- Portfolio-Management unterstützt Unternehmen außerdem bei der Priorisierung und Nachverfolgung von Initiativen, bietet eine Übersicht zu Meilensteinen und dem generellen Fortschritt zentraler Projekte und liefert Verantwortlichkeit.
- Außerdem können Analysten Portfolio-Management nutzen, um die organisatorische Gesundheit zu beurteilen, indem sie die Zusammensetzung der Projekte und Erfolgskennzahlen bei der Umsetzung analysieren.
Portfolios werden in der Regel mit Projektportfolio-Management-Software oder Apps verwaltet.
Was ist Projektmanagement?
Im Gegensatz dazu ist Projektmanagement der Prozess, bei dem ein einzelnes Projekt durch den gesamten Projektlebenszyklus geführt wird. Ein Projektmanager ist dafür verantwortlich, dass ein Projekt termingerecht, innerhalb des Budgets und gemäß den geforderten Standards abgeschlossen wird.
Während Projektmanagement (das sich vom Aufgabenmanagement unterscheidet) für Einzelprojekte wie beispielsweise den Bau einer neuen Fabrik oder die Markteinführung eines neuen Produkts genutzt wird, beruht es auf Aufgabenmanagement und Echtzeit-Abhängigkeiten, die die geplanten Ergebnisse beeinflussen können.
Projektmanagement-Software und andere Werkzeuge können eingesetzt werden, um die Abläufe zu optimieren und einen reibungslosen Ablauf für alle Beteiligten zu gewährleisten.
Warum Unternehmen Projektmanagement nutzen
Es gibt verschiedene Gründe, warum Unternehmen sich für Projektmanagement entscheiden:
- Projektmanagement hilft Unternehmen, Zeit und Geld zu sparen durch effizientes Ressourcenmanagement und sorgt dafür, dass geplante Enddaten und strategische Ziele erreicht werden.
- Projektmanagement kann die Kommunikation und Koordination zwischen verschiedenen Abteilungen, Teammitgliedern und Stakeholdern verbessern, insbesondere beim Umsetzen digitaler Projekte.
- Kleinere Unternehmen mit weniger oder weniger komplexen Projekten entscheiden sich oftmals aus Gründen der Einfachheit für Projektmanagement statt Portfolio-Management. Sie sind möglicherweise noch nicht an einem Reifegrad angelangt, bei dem eine übergeordnete strategische Ausrichtung sinnvoll wäre.
Portfolio-Management vs. Projektmanagement: 4 Unterschiede
Hier sind vier Hauptunterschiede zwischen Portfolio-Management und Projektmanagement.

1. Ziele & Umfang
Das Portfoliomanagement konzentriert sich darauf, gewünschte Ergebnisse durch eine Sammlung von Projekten zu erreichen, während das Projektmanagement auf den Erfolg der Projekte innerhalb dieser Portfolios (oder eigenständiger Projekte) ausgerichtet ist.
Das Portfoliomanagement agiert auf einer höheren Ebene – es betrachtet die Geschäftsstrategie einer Organisation und deren gesamte Unternehmensressourcen. Das Projektmanagement hingegen befasst sich spezifischer mit der Strategie und den Zielen einzelner Projekte.
Wenn Sie mehrere Projekte gleichzeitig laufen haben, ist das Portfoliomanagement möglicherweise der beste Ansatz. Handelt es sich bei Ihrem neuen Projekt um ein Einzelprojekt, ist klassisches Projektmanagement eventuell besser geeignet.
2. Entscheidungsfindung
Portfolio-Manager treffen Entscheidungen auf einer höheren Ebene als Projektmanager und berücksichtigen dabei Priorität, strategische Ausrichtung und Verfügbarkeit der Unternehmensressourcen für jedes einzelne Projekt. Aus diesem Grund vermitteln Zertifizierungen im Portfoliomanagement PMs das notwendige Know-how für diese übergeordnete Koordination.
Projektmanager hingegen befassen sich stärker mit den alltäglichen, operativen Entscheidungen, die Einfluss auf Projekte nehmen – das Lösen von Problemen, das Anpassen von Arbeitslasten und Aufgabenverteilungen abhängig von verfügbaren Ressourcen sowie das Nachsteuern entsprechend dem Projektfortschritt.
Mit zunehmender Reife eines Unternehmens kann es sinnvoll sein, zum Portfoliomanagement zu wechseln, um alle Projekte im Überblick und im strategischen Kontext zu betrachten. Das Verständnis des strategischen Zwecks eines einzelnen Projekts innerhalb eines Gesamtportfolios ist hilfreich, wenn die Projekte hinsichtlich übergeordneter Unternehmensziele bewertet werden.
3. Wie Erfolg gemessen wird
Der Erfolg des Portfoliomanagements wird daran gemessen, ob das Portfolio die angestrebten strategischen Ziele erreicht. KPIs hierfür sind beispielsweise strategische Ausrichtung (Prozentsatz der Projekte, die mit den Unternehmenszielen übereinstimmen), Auslastung der Ressourcen und Portfolio-Rendite. Im Gegensatz dazu wird der Projekterfolg oft anhand von Kennzahlen wie termingerechter Lieferung, Budgetabweichung, Einhaltung des Projektumfangs und Zufriedenheit der Stakeholder gemessen – hier steht die unmittelbare Zielerreichung des Projekts im Fokus, nicht dessen langfristige Wirkung auf das Unternehmen.
4. Change Management
Das Portfoliomanagement befasst sich mit der Steuerung der Änderungen, die das gesamte Portfolio für das Unternehmen bewirkt. Projektmanagement ist dagegen auf Änderungen bezüglich Umfang, Zeitplan oder Budget einzelner Projekte fokussiert.
Sowohl Projekte als auch Portfolios führen stets zu Veränderungen (ein Beispiel für Change Management: Ein Projekt zur Einführung eines neuen ERP-Systems erfordert, dass Mitarbeitende sich einarbeiten und das System regelmäßig nutzen). Portfoliomanagement steuert diesen Wandel jedoch auf der Organisationsebene.
Portfolio Manager vs. Projektmanager: Zentrale Aufgabenbereiche
Hier finden Sie eine Tabelle, die die Unterschiede bei den Aufgabenbereichen von Portfolio Managern und Projektmanagern vergleicht.
| Aufgabenbereich | Portfolio Manager | Projektmanager |
|---|---|---|
| Umfang | Fokus auf das große Ganze und die organisationsweite Sicht des Portfolios. | Fokus auf die Detailfragen einzelner Projekte. |
| Ressourcenmanagement | Durchführung der Ressourcenzuteilung über alle Projekte im Portfolio hinweg. | Entscheidet, wie die vom Portfolio Manager zugeteilten Ressourcen optimal für die Projektdurchführung eingesetzt werden. |
| Berichtswesen | Erstellt Berichte über das gesamte Portfolio und den Stand hinsichtlich der gesetzten Ziele. | Erstellt Berichte zum Einzelprojekt, die wiederum ins Portfolioberichtswesen einfließen. |
| Risikomanagement | Identifiziert und steuert Risiken, die das gesamte Portfolio bedrohen könnten. | Identifiziert und steuert Risiken, die ein einzelnes Projekt gefährden. |
| Change Management | Steuert die durch die Umsetzung des Portfolios ausgelösten organisatorischen Veränderungen. | Bearbeitet Änderungsanträge sowie Anpassungen des Umfangs, Zeitplans oder Budgets im jeweiligen Projekt. |
| Führung | Leitet ein Team von Projektmanagern im Rahmen des PMO. | Leitet das Projektteam direkt. |
Wie geht es weiter?
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