Es gibt keine einzig richtige Strategie für das Projektmanagement. Was jedoch im Kern zum Beruf und zur Rolle gehört: Projektmanager haben eine große Aufgabe.
Es erfordert viel Planung und Koordination, um die Projektteammitglieder, Stakeholder und – falls Sie in einer Agentur arbeiten – auch die Kundschaft auf einen Nenner zu bringen. Schauen wir uns einige Strategien an, mit denen Sie sich und Ihr Team auf Erfolgskurs bringen.
Was sind Projektmanagement-Strategien?
Projektmanagement-Strategien sind systematische Herangehensweisen oder Methoden, die zur Planung, Umsetzung und zum Abschluss eines Projekts verwendet werden. Diese Strategien helfen, sicherzustellen, dass die Projektziele effizient und effektiv erreicht werden.
15 Projektmanagement-Strategien für Projekterfolg
Hier sind einige Strategien, die Sie in Ihr Projektmanagement-Toolkit aufnehmen können.
1. Die richtige Methodik wählen
Wasserfall, Agile, Scrum, Kanban, Lean und eXtreme Programming sind alles beliebte Methoden, die heute zur Verwaltung von Projekten eingesetzt werden. Wenn Sie über die richtige Projektmanagement-Methode nachdenken, berücksichtigen Sie Folgendes:
- Die Rollen und Fähigkeiten des Projektteams
- Die Erfahrung des Teams in der Zusammenarbeit und mit diesem Projekttyp
- Die Erwartungen Ihrer Kundschaft, Stakeholder und Executive Sponsors
- Den Zeitrahmen und das Budget für das Projekt
- Was das Team bereits beim Kickoff weiß und was noch definiert oder verfeinert werden muss
- Arbeitsabläufe, die in der Organisation bereits existieren
- Abhängigkeiten
- Welche Technologie dem Team für Projektmanagement und Umsetzung zur Verfügung steht (Projektmanagement-Software, Design- und Entwicklungstools, weitere Software)
- Die Ziele des Projekts
2. Ein richtiges Kickoff-Meeting durchführen
Glauben Sie es oder nicht: Ein gutes Kickoff-Meeting (mit relevanter Agenda) kann für ein Projekt entscheidend sein. Hier erhalten das Projektteam und alle Stakeholder einen gemeinsamen Stand.
Dies ist der Punkt im Projekt, an dem Sie den Gesamtplan besprechen sowie Kommunikationswege und Risikominimierung klären können. Außerdem bietet sich hier die Gelegenheit, Unklarheiten in Bezug auf das Projekt zu beseitigen und zu definieren, wo die wichtigsten Meilensteine auf der kritischen Projektstrecke liegen.

3. Arbeitsvereinbarungen festlegen
Auch wenn im Kickoff viele geschäftliche Ziele verfolgt werden, ist es auch der Zeitpunkt, eine Teamkultur und Normen zu etablieren.
Falls Sie bisher noch nie Arbeitsvereinbarungen getroffen haben: Das sind Versprechen, die alle im Team einander geben, um das Projekt in Bewegung zu halten. Dies kann etwa das Versprechen beinhalten, bei Unklarheiten nachzufragen, alle mit Respekt zu behandeln und administrative Aufgaben wie Notizen machen und Terminieren gemeinsam zu übernehmen.

4. Die richtige Software auswählen
Ein guter erster Schritt bei der Softwareauswahl ist, Ihre Anforderungen zu definieren. Benötigen Sie Kanban-Boards, Gantt-Diagramme, eine formale Work Breakdown Structure (WBS), Projektvorlagen oder die Möglichkeit, einen Backlog zu erstellen und Sprints zu planen wie in einem agilen Projekt?
Soll Ihre Software bei der Projektplanung und Ressourcenverwaltung helfen oder Integrationen bereitstellen, um Kommunikation und Zeiterfassung zu unterstützen?
5. Erstellen Sie einen Projektplan
Einen Projektplan zu erstellen ist nicht nur eine Aufgabe für die Verwaltung. Es hilft, große Projekte in einzelne Aufgaben zu unterteilen und verschafft Teammitgliedern sowie Projektbeteiligten einen Überblick darüber, was wann passieren wird.
Denken Sie daran, dass die Erstellung eines strategischen Projektplans keine einmalige Tätigkeit im Projektlebenszyklus ist. Es handelt sich um einen iterativen Prozess, und Sie müssen den Plan möglicherweise nach einem Sprint, einem bestimmten Meilenstein oder sogar wöchentlich aktualisieren, wenn sich in Ihrem Projekt ständig etwas ändert.

6. Status-Updates bereitstellen
Status-Updates dienen nicht nur dazu, Ihren eigenen Rücken zu decken. Sie sind hervorragende Gelegenheiten, Erfolge zu feiern, Projektbedarfe hervorzuheben und Projektdetails mit Stakeholdern zu teilen, die nicht direkt in die täglichen Aufgaben involviert sind.

7. Ein Projekt richtig abschließen
Eines der ersten Dinge, die Sie tun sollten, bevor Sie zum nächsten Projekt übergehen, ist die Durchführung einer Retrospektive oder Nachbesprechung. Dieses Meeting sollte sich auf zwei Bereiche konzentrieren.
Zunächst analysieren Sie die harten Fakten rund um den Projektabschluss, einschließlich der Erfüllung der Projektanforderungen, Ausnutzung des Budgets, Aufgabenmanagement und -erledigung sowie aller weiteren über das gesamte Projektverlauf hinweg gesammelten Daten.
Der zweite Teil des Meetings ist weniger datengetrieben, aber genauso wichtig. Überlegen Sie Folgendes:
- Lief das Projekt reibungslos, oder waren enge Fristen und ein knappes Budget eher stressig?
- War das Team passend besetzt oder wären andere Rollen wünschenswert gewesen?
- Wie war die Kommunikation mit dem Team und weiteren Stakeholdern?
- An welchen Fähigkeiten möchten Teammitglieder künftig weiterarbeiten?
- Welche Lektionen haben wir als Team gelernt, die wir in das nächste Projekt mitnehmen möchten?
8. Einen Risikomanagement-Plan entwickeln
Indem Sie potenzielle Risiken frühzeitig identifizieren und bewerten und gezielte Strategien zur Minderung entwickeln, können Sie proaktiv Unsicherheiten begegnen, die Ihr Projekt entgleisen und Ihre Termintreue beeinträchtigen könnten. Dieser Ansatz sorgt nicht nur für klare Verantwortlichkeiten beim Risikomanagement, sondern schafft auch einen Plan, um Risiken zu begegnen, wenn sie tatsächlich eintreten.
9. Stakeholder einbinden
Das Verstehen und das Management unterschiedlicher Erwartungen kann helfen, Überraschungen in späten Projektphasen zu vermeiden. Durch die Zielgruppenanalyse der Stakeholder und eine an deren Bedürfnisse angepasste Kommunikation stellen Sie eine kontinuierliche Abstimmung und Unterstützung sicher.
Sorgen Sie mit unserem Leitfaden für Projektstatusberichte dafür, dass Ihre Projekt-Updates klar und prägnant sind.
10. Ressourcenverteilung optimieren
Wer eine gute Ressourcenverwaltung betreibt, kann Probleme wie Überlastung, unausgeglichene Arbeitsbelastungen und Burnout vermeiden.

11. Qualitätsmanagement-Prozesse implementieren
Qualitätsstandards festlegen und Zeit für Bewertungen einplanen. Diese Kontrolle während des gesamten Projekts hilft, Nacharbeit zu minimieren und Fehlerakkumulation zu vermeiden.

12. Ein Rahmenwerk für Änderungsmanagement etablieren
Durch die Schaffung eines strukturierten Prozesses für die Verwaltung von Änderungsanfragen lassen sich Änderungen ohne größere Störungen integrieren. So können Auswirkungen auf Zeit, Umfang und Budget berücksichtigt werden, bevor eine Änderung verbindlich wird.
13. Kontinuierliche Verbesserung fördern
Führen Sie Nachbesprechungen nach Projektabschluss durch und teilen Sie die gewonnenen Erkenntnisse im gesamten Unternehmen. Dadurch verringert sich die Wahrscheinlichkeit, frühere Fehler zu wiederholen. Lesen Sie auch unseren Artikel darüber, wie Sie Ihren digitalen Projektmanagement-Prozess verbessern können, für weitere Informationen.
14. Einen effektiven Kommunikationsplan erstellen
Ein gut ausgearbeiteter Kommunikationsplan stellt sicher, dass alle Beteiligten informiert und eingebunden bleiben, wodurch Missverständnisse und häufige Klärungsmeetings reduziert werden.

15. Zeitmanagement und Terminplanung verbessern
Indem das Projekt in überschaubare Aufgaben mit klaren Fristen unterteilt und für das Tracking Planungs-Tools eingesetzt werden, können Projektmanager die Zeit – einen kritischen Erfolgsfaktor – effektiv steuern.
Wie geht es weiter?
Weitere Strategien finden Sie in unserer Liste der Best Practices im Projektmanagement oder unserer Aufstellung der besten Produktivitäts-Hacks für Projektmanager.
Sie stehen am Anfang im Projektmanagement? Dann werfen Sie einen Blick auf unseren von Experten entwickelten Mastering Digital Project Management Kurs. Dieser deckt den gesamten Projektlebenszyklus von Anfang bis Ende ab und führt Sie durch mehrere gängige Projektmethodiken, damit Sie sicher und souverän Ihre Projekte leiten können.
