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Remote-Projektmanagement ist wie das Hüten von Katzen – nur, dass die Katzen alle in verschiedenen Städten sind und es Ihre Aufgabe ist, sie zusammenzubringen. In vielerlei Hinsicht ähnelt es dem klassischen Projektmanagement, allerdings findet alles aus der Ferne über Videokonferenzen und digitale Zusammenarbeitstools statt. 

Ich gehe auf die wichtigsten Aspekte eines guten Projektmanagements für Remote-Teams ein und nenne auch einige Stolpersteine, auf die Sie stoßen könnten. Außerdem gebe ich Empfehlungen für einige der besten Projektmanagement-Softwares, die Sie verwenden können. 

Was ist Remote-Projektmanagement?

Remote-Projektmanagement ist die Kunst, Projekte aus der Distanz zu steuern. Wenn Ihr Team an verschiedenen Orten arbeitet – sei es auf gegenüberliegenden Seiten der Stadt oder auf verschiedenen Kontinenten –, müssen größere Projekte dennoch koordiniert werden. 

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Warum sollten Sie sich für Remote-Teams bei Projekten entscheiden?

Hier sind einige gängige Gründe, warum es sich lohnt, auf Remote-Projektmanagement zu setzen, auch wenn Sie die Wahl haben.

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1. Räumliche Trennung

Ihr Unternehmen hat vielleicht Teams an verschiedenen Standorten: Hauptsitz in San Francisco, Berater in Boston und einen Vertriebsmitarbeiter in Houston. Man muss längst nicht mehr im selben Büro sitzen; Projektmanagement-Software verbindet Teams miteinander, als wären sie auf verschiedenen Etagen eines Gebäudes.

2. Unterschiedliche Zeitzonen

Sie müssen sich nicht einmal in der gleichen Zeitzone befinden, um gemeinsam arbeiten zu können. Gute Projektplanungs-Software ermöglicht es, zeitversetzt zu arbeiten, sodass Aufgaben offen bleiben und von der nächsten Person übernommen und bearbeitet werden können – unabhängig davon, wann sie verfügbar ist.

3. Vielfalt an Talenten

Sie können Teammitglieder von überall auf der Welt einstellen und sind nicht auf Fachkräfte aus Ihrer Stadt beschränkt. Das ist auch hilfreich, um Lücken in den Fähigkeiten Ihres Teams zu schließen. Anstatt jemanden quer durchs Land einzufliegen oder Mitarbeiter aus anderen Teams abzuziehen, können Sie einen Remote-Mitarbeiter dazunehmen und sein Fachwissen unkompliziert nutzen.

4. Globale Pandemien und andere unerwartete Ereignisse

Kommt es zum Beispiel zu einer globalen Pandemie, die Ihr Büro lahmlegt, kann ein Remote-Team zum Rettungsanker werden. Richten Sie schon vor einer Notlage einige Remote-Arbeitsplätze für Projekte ein und üben Sie die Zusammenarbeit auf Distanz. So sind Sie im Ernstfall optimal auf einen Wechsel ins Remote-Arbeiten vorbereitet.

Vor- und Nachteile des Remote-Projektmanagements

Bevor Sie Ihr Remote-Team zusammenstellen und mit der Arbeit beginnen, sollten Sie sich einige der Vor- und Nachteile des Remote-Projektmanagements ansehen. 

8 Vorteile des Remote-Projektmanagements

  • Flexibilität: Die Zusammenarbeit mit Remote-Teams ist ein Übungsfeld für Flexibilität. Anstatt in der stark strukturierten Umgebung eines traditionellen Büros zu arbeiten, kann Ihr Remote-Projektteam – im Rahmen des Zumutbaren – arbeiten, wann, wo und wie es möchte.
  • Produktivität: Die Arbeit mit einem Remote-Projektteam steigert die Produktivität aller Beteiligten. Die Ablenkungen und Störungen, die jedes Büro mit sich bringt, senken die Produktivität ganz anders, als wenn man sechs Fuß von seinem eigenen Kühlschrank entfernt arbeitet.
  • Kosteneffizienz: Büros sind auch teuer. Angenommen, Sie haben ein Projekt, das 20 Teammitglieder benötigt. Haben Sie genug Büroplatz für sie? Und was ist mit den anderen 10 Projektleitern in Ihrem Büro, die ebenfalls je 20 Mitarbeiter brauchen? Durch die Remote-Arbeit wird Ihr Overhead ausgelagert und Sie sparen eine Menge Geld.
  • Talente: Remote-Projekte ermöglichen es Ihnen, weltweit nach den Besten zu suchen und sie bei Bedarf ins Team zu holen. Sie können sogar Subunternehmer zusammenbringen, mit Menschen aus verschiedenen Firmen oder Freiberuflern zusammenarbeiten, sofern sie verfügbar sind, und so nahezu für jede Aufgabe Ihres Projekts die besten Fachkräfte gewinnen.
  • Perspektive: Remote-Teams bringen verschiedene Perspektiven zusammen. Ein großes Team mit sehr unterschiedlichen Menschen ermöglicht es, Probleme aus allen Blickwinkeln anzugehen, wodurch neuartige Lösungen entstehen, auf die Sie mit einem gewöhnlichen Büroteam vielleicht nie gekommen wären.
  • Zufriedenheit: Menschen berichten häufig von höherer Zufriedenheit, wenn sie von zu Hause arbeiten können. Remote-Arbeit, die über Zoom und Co. erledigt werden kann, ermöglicht es, im eigenen Tempo und flexibel zwischen Aufgaben zu wechseln – das sind die beiden wichtigsten Faktoren für die Arbeitszufriedenheit.
  • Bindung: Es ist offensichtlich, dass Menschen, die zufriedener und produktiver sind, länger im Unternehmen bleiben als bei einer weniger erfüllenden Stelle. Remote-Teams bieten alles, was nötig ist, damit Fachkräfte im Job bleiben und nicht ständig nach einer besseren Gelegenheit Ausschau halten.
  • Ersparnis: Sie sparen nicht nur Geld mit aus der Ferne gemanagten Projekten, sondern auch Zeit, Platz und Nerven. Remote-Teams können nahezu überall genauso effizient arbeiten, wie es nur möglich ist.

7 Nachteile des Remote-Projektmanagements

  • Kommunikation: Während Kommunikation im Büro so einfach sein kann, wie sich zu einem Kollegen umzudrehen und etwas zuzurufen, gestaltet sich der Austausch zwischen verschiedenen Standorten oder Städten schwieriger. Wenn Ihr Projekt viel Kontakt zwischen verschiedenen Parteien erfordert, bedeutet das zusätzlichen Aufwand.
  • Planung: Wenn Kommunikation im Remote-Team schwierig sein kann, ist die Terminplanung oft noch komplizierter. Wenn Sie beispielsweise Teammitglieder in San Francisco und weitere in Europa oder Australien haben, ist es ein Kraftakt, alle zu einem gemeinsamen Meeting zusammenzubringen.
  • Verantwortlichkeit: Die Einführung eines Systems zur Verantwortlichkeitsüberprüfung verbessert die Gesamtqualität der Arbeit im Team. Auf einem Remote-Projekt ist es jedoch nicht leicht, diese Verantwortlichkeit zu entwickeln. Viele Kleinigkeiten könnten entweder Ihrer Aufmerksamkeit entgehen oder wären zu mühsam zu korrigieren.
  • Zusammenarbeit: Organische Zusammenarbeit ist schwieriger. Persönlich können sich Teammitglieder in den Pausen zusammentun und Ideen entwickeln. Das passiert bei Remote-Projekten nicht von selbst. Es lohnt sich, beispielsweise einen Discord-Server, einen Slack-Kanal oder Ähnliches einzurichten, um die Zusammenarbeit zu fördern.
  • Fortschritt: Remote-Arbeit setzt Vertrauen in die Teammitglieder voraus, die ihren Fortschritt eigenständig melden, bis die Projektziele erreicht und das Produkt geliefert ist – oder Sie merken erst kurz vor knapp, dass es ernsthafte Projektverzögerungen gegeben hat.
  • Kultur: Eine starke Unternehmenskultur trägt dazu bei, Teams reibungslos zu integrieren. Wenn alle im gleichen Büro sind, formen die Menschen einen gemeinsamen Erwartungsrahmen, Verhaltensregeln und gemeinsame Referenzen. Das ist viel schwerer aufzubauen, wenn sich Ihr Team nicht jeden Tag persönlich begegnet.
  • Management: Die Entfernung zwischen Ihnen und den Teams erschwert praktisch alle Führungsaufgaben und macht Meetings zu Geduldsproben und Experimenten in Einfallsreichtum. Wenn Sie ein Team remote managen, stehen Ihnen meist weniger Ressourcen zur Verfügung als im Büro. Das lässt sich aber durch ein effektives Ressourcenmanagement für Remote-Teams abmildern.

8 Tipps für das Management von Remote-Teams

  • Klare Erwartungen setzen: Klare Erwartungen an Leistung, Kommunikation und den Projektzeitplan von Anfang an zu definieren, hilft, Missverständnisse und vermeidbare Fehler zu vermeiden, wenn Sie sich erst einmal mitten im Projekt befinden. Wenn Sie beispielsweise möchten, dass ein Webentwickler ein wenig rudimentäre HTML-Designarbeit am Frontend Ihrer Website übernimmt, sollten Sie frühzeitig eine Strategie entwickeln, damit er von den zusätzlichen Anforderungen weiß und erfährt, wie er benötigte Unterstützung erhält.
  • Regelmäßige Meetings ansetzen: Erwartungen zu klären, ist super, um alle auf denselben Stand zu bringen. Damit das aber so bleibt, müssen Sie sich weiterhin mit Ihren Leuten austauschen und regelmäßig einchecken. Planen Sie mindestens wöchentliche Meetings, um kleine Probleme zu besprechen, die während des Projekts aufgetreten sind, und scheuen Sie sich nicht, bei Bedarf auch zwischendurch Treffen einzuberufen, um akute Probleme schnell zu lösen.
  • Verlässliche Kommunikationskanäle schaffen: Meetings sind wichtig, aber Sie müssen auch zwischen den Treffen reibungslos kommunizieren können, damit alle Beteiligten sich bei Bedarf schnell austauschen können. Früher hat man Telefonnummern ausgetauscht, heute können Sie einen projektspezifischen Chatserver für den direkten Austausch einrichten und Teamkommunikationen, bei denen es mehr Details braucht, beispielsweise per E-Mail führen.
  • Unabhängigkeit fördern: Sie managen keine Remote-Projekte, weil Sie alles kontrollieren wollen – und Ihr Team ist nicht da, um ständig überwacht zu werden. Fördern Sie Eigenständigkeit und Eigeninitiative, wo immer es geht. Gerade das ist ein großer Vorteil des Remote-Projektmanagements, da es strukturell auf unabhängige, freiberufliche Persönlichkeiten ausgelegt ist.
  • Kümmern Sie sich um Ihr Team: So angenehm es auch ist, der "hands-off Boss" zu sein – Menschen zu führen bedeutet, den Überblick zu behalten. Planen Sie also, Ihre Teammitglieder hin und wieder proaktiv zu kontaktieren, auch mal mit einem spontanen Anruf, um sich zu erkundigen, wie es läuft.
  • Den Ablenkungsgegner bekämpfen: Ablenkungen sind schnell passiert. Selbst im Büro zeigen Studien, dass durchschnittliche Mitarbeitende 6-8 Mal pro Arbeitstag abgelenkt werden – das kostet etwa 28% der produktiven Zeit. Homeoffice ist ein echter Ablenkungs-Booster; entwickeln Sie daher einen Plan, wie Sie Ihr Team davor schützen können.
  • Ergebnisorientiert arbeiten: Vielleicht muss man es Ihnen nicht sagen: Nur wenn Sie auf das Arbeitsergebnis fokussieren, erreichen Sie Ihre Projektziele effizient. Der große Vorteil von Remote-Teams ist die Flexibilität, wie die Arbeit erledigt wird. So sinnvoll das ist, zwingt es Sie dazu, den Blick auf die Ergebnisse zu richten und am Projektzeitplan festzuhalten. Auf Ergebnisse, statt auf Prozesse oder Details zu achten, spart immens Zeit und Nerven.
  • Geduld ist eine Tugend: Bei allem anderen sollten Sie Geduld bewahren. Nicht alles wird glattlaufen, egal wie sehr Sie sich anstrengen oder wie gut Ihr Remote-Projektplan ist. Haben Sie Geduld mit Ihrem gesamten Team und lassen Sie die Prozesse sich natürlich entwickeln. Bitten Sie um Unterstützung, wenn Sie sie brauchen, und seien Sie auch mit sich selbst nachsichtig.

Weitere Best Practices für Remote-Projektmanagement finden Sie hier.

Unverzichtbare Tools für das Remote-Projektmanagement

Remote-Projektmanagement wurde erst durch den Aufstieg digitaler Kommunikation möglich. Einige der besten neuen Technologien sind als eigenständige Projektmanagement-Apps verfügbar, die Sie auf unterschiedlichste Weise einsetzen können, um Ihr Team zusammenzubringen und Ihre Ziele zu erreichen. Diese Projektmanagement-Tools für Remote-Teams bieten in der Regel spezielle Funktionen und Möglichkeiten, die auf die Bedürfnisse virtueller Teams zugeschnitten sind.

Hier sind einige praktische Software-Tools, die Sie ausprobieren können, um Ihr nächstes Projekt zu unterstützen.

Weitere Remote-First SaaS-Tools fürs Projektmanagement finden Sie hier.

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