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Key Takeaways

Eine Ausschreibung hilft Ihnen, Ihre Anforderungen klar zu definieren und Anbieterangebote zu vergleichen, damit Sie eine DAM-Software wählen, die zum Workflow Ihres Teams passt.

Verzichten Sie auf eine Ausschreibung, wenn Ihr Unternehmen klein ist oder Sie einfache Anforderungen haben; direkte Gespräche mit Anbietern können dann schneller sein.

Eine gut ausgearbeitete Ausschreibung kann zu besseren Preisen und einer maßgeschneiderten DAM-Lösung führen – und spart Ihrem Team langfristig Zeit und Geld.

Ein RFP, oder Request for Proposal (Aufforderung zur Angebotsabgabe), ist ein Dokument, das Sie nutzen, um Angebote von verschiedenen Anbietern einzuholen, wenn Sie auf der Suche nach einer Digital Asset Management (DAM) Software sind. Es dient Ihnen als Fahrplan, um das richtige Tool für die Anforderungen Ihrer Organisation zu finden.

Wenn Sie damit beauftragt sind, digitale Assets zu verwalten, kennen Sie die Mühe, sich durch endlose Optionen zu wühlen. Ein RFP hilft Ihnen dabei, die Anbieterbewertung zu vereinfachen und es leichter zu machen, die Angebote zu vergleichen.

Indem Sie Ihre Anforderungen und Erwartungen klar formulieren, senken Sie das Risiko, die falsche DAM-Lösung auszuwählen. Sie sparen Zeit und stellen sicher, dass Ihr Team wirklich die Software bekommt, die Ihren Bedürfnissen entspricht.

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Brauchen Sie wirklich ein RFP?

Wenn Ihre Organisation komplexe Anforderungen hat, mehrere Beteiligte einbindet oder in einem regulierten Umfeld tätig ist, ist ein RFP eine kluge Entscheidung. Es hilft Ihnen dabei, Ihre Anforderungen klar zu definieren und stellt sicher, dass jeder Anbieter versteht, wonach Sie suchen.

Dieser Prozess hilft, Missverständnisse zu vermeiden und stellt sicher, dass Ihr Team die passende Software erhält. Ziehen Sie die Erstellung eines RFP in folgenden Situationen in Betracht:

  • Umgang mit sensiblen Daten oder Compliance-Fragen
  • Verwaltung einer großen Anzahl digitaler Assets
  • Koordination von Beiträgen mehrerer Abteilungen
  • Arbeiten mit strengem Budget und Zeitplan
  • Bedarf an maßgeschneiderten DAM-Lösungen

Wann ein RFP übertrieben sein könnte

Ist Ihr Team klein, Ihre Anforderungen überschaubar oder treffen Sie eine risikoarme Entscheidung, kann ein RFP den Prozess eher verlangsamen. In solchen Fällen kann der direkte Kontakt zu DAM-Anbietern schneller und effizienter sein. Hier ist eine Liste von Software, die Sie auch ohne RFP in Betracht ziehen können:

RFI vs RFP vs RFQ: Was ist der Unterschied?

Die Unterschiede zwischen RFI, RFP und RFQ zu kennen, hilft Ihnen, den Beschaffungsprozess für ein digitales Asset Management System effizienter zu gestalten.

Vereinfacht gesagt: Ein RFI dient dem Sammeln allgemeiner Informationen, mit einem RFP fordern Sie ausführliche Angebote an und ein RFQ erfragt konkrete Preise.

Nicht jeder Kauf erfordert ein RFP – das passende Dokument zu wählen, spart Zeit und macht den Prozess reibungsloser. So unterscheiden sich die Dokumente im Überblick:

DokumenttypZweckWann verwenden?Was gehört hinein?Detailgrad erforderlich
Request for Information (RFI)Grundlegende Informationen zu Anbietern und Lösungen sammelnWenn Sie sich einen Überblick über verfügbare Optionen und Funktionen verschaffen möchtenAllgemeine Fragen zu Leistungen und FunktionenNiedrig
Request for Proposal (RFP)Ausführliche Angebote von Anbietern einholenWenn Sie bereit sind, konkrete Lösungen für komplexe Anforderungen zu prüfenAusführliche Anforderungen und BewertungskriterienMittel bis Hoch
Request for Quotation (RFQ)Konkrete Preise für definierte Produkte/
Dienstleistungen erhalten
Wenn Sie die Anforderungen Ihrer Organisation genau kennen und gezielt Preise vergleichen wollenExakte Spezifikationen und benötigte MengenHoch

Typische Fehler bei RFPs – und wie Sie sie vermeiden

Ein überstürztes Vorgehen bei einer Ausschreibung (RFP) oder das Auslassen wichtiger Details kann zu Verwirrung, Zeitverschwendung und dazu führen, dass Sie ein DAM-System auswählen, das nicht zu Ihren Anforderungen passt.

Wenn Sie gängige Fehler vermeiden, helfen Sie Ihrem Team, den Auswahlprozess reibungsloser zu gestalten und eine fundiertere Entscheidung zu treffen. Hier sind Fehler, auf die Sie achten sollten:

Unzureichender Hintergrund oder Kontext

Ohne klaren Hintergrund können Anbieter Ihre Anforderungen möglicherweise nicht nachvollziehen. Erklären Sie die Ziele Ihres Teams, Herausforderungen beim Content-Management und relevante Metadaten-Workflows, um ihnen den richtigen Kontext zu geben.

Dies hilft den Anbietern, ihre Angebote maßzuschneidern, sodass Sie Lösungen erhalten, die mit Ihren Zielsetzungen übereinstimmen.

Fehlendes oder unklar definiertes Budget

Wenn Sie kein Budget angeben, erhalten Sie möglicherweise Angebote, die zu teuer oder nicht realisierbar sind. Nennen Sie von Anfang an eindeutig den Budgetrahmen, um realistische Erwartungen zu setzen.

So erhalten Sie nur DAM-Software-Preisangebote, die zu Ihrem finanziellen Spielraum passen und im Rahmen Ihrer Projektmanagement-Bedingungen liegen.

Unklare Anforderungen oder juristischer Fachjargon

Unklare Anforderungen oder komplizierte juristische Begriffe können Anbieter irritieren und zu unpassenden Angeboten führen. Verwenden Sie klare und verständliche Sprache und seien Sie präzise mit Ihren Anforderungen – einschließlich Erwartungen an Zugriffskontrollen, Berechtigungen oder Skalierbarkeit.

Dies erleichtert es Anbietern, Ihre Wünsche genau zu verstehen und relevante Angebote zu erstellen. Zudem bleibt Ihr Team so exakt über die gewünschten Anforderungen und die unverzichtbaren Kriterien im Klaren.

Keine Bewertungskriterien mitgeteilt

Ohne Bewertungskriterien wissen Anbieter nicht, wie ihre Angebote bewertet werden. Teilen Sie Ihre Kriterien mit, damit sich Anbieter auf das Wesentliche konzentrieren – beispielsweise die Integration mit bestehenden Schnittstellen, guten Kundensupport oder zuverlässige Ergebnisse. So können Sie Angebote fair vergleichen und die beste Lösung für Ihr Team auswählen.

Kein Standardformat für Anbieterantworten

Wenn Sie kein einheitliches Format vorgeben, sind Anbieterantworten oft uneinheitlich und schwer vergleichbar. Nutzen Sie eine strukturierte RFP-Vorlage und legen Sie ein definiertes Antwortformat fest, um es den Anbietern zu erleichtern, ihre Angebote zu strukturieren. Das ermöglicht Ihnen eine effizientere Überprüfung und Bewertung jeder Einreichung.

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Stellen Sie Ihr Team für die DAM-RFP-Erstellung zusammen

Eine gute RFP zu erstellen, ist keine Einzelaufgabe. Die besten RFPs spiegeln die Beiträge und Bedürfnisse einer abteilungsübergreifenden Gruppe wider und stellen sicher, dass alle Perspektiven einbezogen werden.

Werden die richtigen Personen frühzeitig eingebunden, reduzieren Sie Risiken und vermeiden späteren Mehraufwand. Das sind die Rollen, die Sie in Ihr Team holen sollten:

Projekt-Sponsor

Der Projekt-Sponsor gibt die Richtung vor und stellt Ressourcen für die RFP-Erstellung bereit. Er sorgt dafür, dass das Projekt den strategischen Zielen der Organisation entspricht, behält wichtige Meilensteine im Blick und hilft bei der Lösung übergeordneter Fragestellungen.

Diese Rolle wird üblicherweise von einer Führungskraft oder einem Bereichsleiter besetzt, der ein starkes Interesse am Erfolg des Projekts hat.

Fachliche Experten

Fachliche Experten bringen detailliertes Wissen zu Bereichen wie IT, Marketing oder Asset-Management ein. Sie helfen, technische Anforderungen zu definieren und stellen sicher, dass die RFP sämtliche Funktionen und Eigenschaften der DAM-Software berücksichtigt.

Zu dieser Gruppe zählen oft IT-Manager, Marketing-Leiter oder Digital Asset Manager. Wer immer die Hintergrundanforderungen kennt, sollte in diese Runde einbezogen werden.

Beschaffungs- oder RFP-Autoren

Beschaffungs- oder RFP-Autoren sind Experten darin, klare und umfassende RFPs zu formulieren. Sie strukturieren die DAM-RFP-Vorlage, achten auf eine sinnvolle Gliederung und erfüllen alle rechtlichen sowie prozeduralen Anforderungen.

Meist übernehmen Beschaffungsbeauftragte oder erfahrene RFP-Fachleute diese Aufgabe innerhalb Ihrer Organisation.

Endanwender und Stakeholder

Endanwender und wichtige Stakeholder bringen Erfahrungen aus dem täglichen Workflow im Digital-Asset-Management ein und äußern ihre Erwartungen an die Software. Ihr Input stellt sicher, dass die Lösung tatsächlich den Anforderungen Ihres Teams entspricht und die Effizienz verbessert.

Zu dieser Gruppe gehören Teammitglieder, die täglich mit der DAM-Software arbeiten, wie Content-Ersteller, Bibliothekare oder Digital Asset Koordinatoren. Häufig bestehen Überschneidungen mit den fachlichen Experten, abhängig von Ihrem Kontext und der Unternehmensgröße.

Definieren Sie Muss-Kriterien & Ziele

Bevor Sie eine Ausschreibung (RFP) versenden, muss Ihr Team genau festlegen, was die neue DAM-Lösung leisten soll und warum. Die Abstimmung über Schmerzpunkte, Ziele und unverzichtbare Anforderungen hilft Anbietern, genauer zu antworten, und erleichtert die Bewertung der Angebote. Folgendes sollten Sie berücksichtigen:

  • Identifizieren Sie Schwachstellen im aktuellen System: Was frustriert Ihr Team? Vielleicht sind es langsame Suchfunktionen oder begrenzter Speicherplatz. Wenn Sie das wissen, können Sie einen Anbieter finden, der diese Probleme löst.
  • Umreißen Sie notwendige Verbesserungen und Erfolgsfaktoren: Legen Sie fest, wie Erfolg aussieht. Sind es schnellere Abrufzeiten oder eine bessere Zusammenarbeit? Sorgen Sie dafür, dass diese Verbesserungen klar in Ihrer Ausschreibung genannt werden.
  • Geben Sie funktionale, technische und Compliance-Anforderungen an: Benötigen Sie eine Integration mit bestehenden Tools oder spezielle Compliance-Funktionen? Benennen Sie diese Anforderungen, damit Anbieter wissen, was essenziell ist.
  • Berücksichtigen Sie Benutzerrollen, Nutzungshäufigkeit und Arbeitsabläufe: Wer wird die Software nutzen und wie oft? Ein Verständnis der Benutzerrollen hilft, eine Lösung zu finden, die zu den Arbeitsabläufen Ihres Teams passt.
  • Treffen Sie eine Entscheidung zur Bereitstellung: Bevorzugen Sie eine Cloud-basierte oder eine lokale Lösung? Wenn Sie Ihre Präferenz kennen, können Sie die Auswahl geeigneter Anbieter eingrenzen.

Erstellen Sie die Ausschreibung für Digital-Asset-Management-Software

Nun ist es Zeit, alles in einem klaren, strukturierten Ausschreibungsdokument zusammenzutragen. Eine gut organisierte RFP-Vorlage erleichtert es Anbietern, präzise zu antworten, und Ihrem Team, diese Antworten effektiv zu bewerten.

Das sollten Sie aufnehmen:

1. Zusammenfassung

Die Zusammenfassung gibt einen schnellen Überblick über die Ziele und Anforderungen Ihres Projekts. Sie sollte darstellen, was Sie von einer Digital-Asset-Management-Lösung erwarten und warum sie für Ihre Organisation wichtig ist.

Dieser Abschnitt gibt den Anbietern den Gesamtüberblick und hilft ihnen, den Kontext zu verstehen. Halten Sie ihn prägnant, um Klarheit und Fokus zu gewährleisten.

2. Leistungsbeschreibung

Definieren Sie den Leistungsumfang, indem Sie genau beschreiben, was Sie vom Anbieter erwarten. Fügen Sie Einzelheiten wie die Arten von digitalen Assets und die Integration mit bestehenden Systemen hinzu.

Das hilft den Anbietern, den Umfang des Projekts zu verstehen und ihre Angebote passgenau zu gestalten. Ein klar umrissener Umfang minimiert das Risiko späterer Missverständnisse.

3. Technische Anforderungen

Listen Sie die technischen Anforderungen auf, die Ihre neue Software erfüllen muss. Dazu können Hinweise zur Kompatibilität mit Ihren aktuellen Systemen, bevorzugten Technologien oder spezielle Funktionen gehören.

Präzise Angaben stellen sicher, dass die Anbieter genau wissen, was gebraucht wird. So filtern Sie diejenigen heraus, die Ihre technischen Anforderungen nicht erfüllen können.

4. Anforderungen an den Anbieter

Beschreiben Sie die Qualifikationen und Erfahrungen, die Sie von potenziellen Anbietern erwarten. Das kann Erfahrungen aus früheren Projekten, Branchenerfahrung, Supportoptionen oder Zertifizierungen beinhalten.

Durch klare Erwartungen stellen Sie sicher, dass nur qualifizierte Anbieter antworten. So wird der Auswahlprozess effizienter und konzentriert sich auf die besten Optionen.

5. Sicherheits- und Compliance-Anforderungen

Beschreiben Sie Ihre Anforderungen an Sicherheit und Compliance, damit der Anbieter die einschlägigen Standards erfüllen kann. Geben Sie bestimmte Vorschriften oder benötigte Zertifizierungen wie DSGVO oder ISO-Standards an.

Dieser Abschnitt ist entscheidend, um sensible Daten zu schützen und Compliance sicherzustellen. Seien Sie daher bei Anforderungen und Hinweisen besonders gründlich.

6. Erwartungen zur Implementierung und Schulung

Erklären Sie Ihre Erwartungen an die Implementierung der DAM-Software sowie an die Schulung Ihres Teams. Fügen Sie Zeitpläne, benötigte Unterstützung und gewünschte Schulungsformate hinzu.

Klare Erwartungen helfen Anbietern, ihre Liefer- und Supportstrategien zu planen und sorgen für einen reibungsloseren Übergang in Ihrem Team.

7. Preisgestaltung und Lizenzierung

Erklären Sie, wie Sie die Angaben zu Preisen und Lizenzen erhalten möchten. Geben Sie an, ob Sie Aufschlüsselungen nach Funktion, Benutzer oder anderen Kriterien benötigen.

Diese Transparenz hilft Ihnen, Kosten korrekt zu vergleichen und stellt sicher, dass keine versteckten Gebühren anfallen. Sie unterstützt außerdem die Budgetierung und Finanzplanung für das Projekt.

Ihre DAM-RFP-Vorlage wartet auf Sie

Sie suchen eine DAM-RFP-Vorlage? Wir stellen Ihnen eine über die DPM-Mitgliedschaft zur Verfügung—sehen Sie sie sich an:

8. Vertragsbedingungen

Fügen Sie Vertragsbedingungen oder -konditionen ein, die für Ihre Organisation nicht verhandelbar sind. Dies kann Zahlungsbedingungen, Garantien oder Service-Level-Agreements umfassen.

Wenn Sie diese bereits zu Beginn benennen, vermeiden Sie Überraschungen während der Verhandlungen und stellen sicher, dass die Anbieter Ihre Erwartungen von Anfang an kennen.

9. Einreichungsanweisungen

Geben Sie klare Anweisungen, wie Anbieter ihre Vorschläge einreichen sollen, einschließlich Fristen und Formaten. Geben Sie an, welche Dokumente oder Formulare beigefügt werden müssen.

Durch diese Klarheit können Anbieter Ihre Anforderungen genau erfüllen und sorgen für einen reibungslosen Einreichungsprozess. Gleichzeitig erleichtert es Ihrem Team die Überprüfung und den Vergleich der Angebote.

Definieren Sie Ihre Bewertungskriterien

Eindeutig definierte Bewertungskriterien helfen, den Entscheidungsprozess objektiv und transparent zu gestalten sowie mit den Unternehmenszielen abzustimmen. Wenn Sie diese Kriterien bereits vor der Bewertung der Angebote festlegen, vermeiden Sie Verzerrungen und stellen eine faire Beurteilung sicher. So legen Sie Ihre Bewertungskriterien fest:

Was ist am wichtigsten?

Wählen Sie 3-5 gewichtete Kategorien, die zu den Zielen und Prioritäten Ihres Teams passen. Durch diese Fokussierung bleiben Sie bei der Auswahl auf Kurs und treffen Entscheidungen, die Ihren Bedürfnissen tatsächlich entsprechen. Häufige Bewertungskategorien bei RFPs für Digital-Asset-Management-Software sind:

  • Funktionalität (Asset-Organisation, Speicherung und Möglichkeit zur Freigabe)
  • Integrationsfähigkeit (lässt sich das System mit Ihrem bestehenden IT-Stack verbinden?)
  • Support und Schulung (benötigt Ihr Team 24-Stunden-Support oder reicht ein Helpcenter-Chatbot?)
  • Nutzererlebnis (wie einfach lassen sich Dateien teilen und die Plattform bedienen?) 
  • Kosten (was ist Ihr Budget und wie könnte es sich mit Ihrem Bedarf entwickeln?)

Setzen Sie eine Bewertungstabelle ein

Eine Bewertungstabelle hilft Ihnen, die Kategorien entsprechend ihrer Bedeutung für Ihr Team zu gewichten. Wenn z. B. Funktionalität für Sie im Vordergrund steht, kann dieser Bereich eine höhere Gewichtung als Kosten erhalten.

Jedes Kriterium kann auf einer Skala von 1 bis 5 oder 1 bis 10 bewertet werden. Passen Sie die Gewichtungen an, damit im Entscheidungsprozess das zählt, was Ihrer Organisation am wichtigsten ist, und stellen Sie sicher, dass die Endauswahl Ihre Prioritäten widerspiegelt.

Klären Sie Ihren Bewertungsprozess

Definieren Sie, wer die Angebote bewertet und wie der Prozess abläuft. Verwenden Sie einen einheitlichen Bewertungsbogen, um Konsistenz und Fairness sicherzustellen. Vereinbaren Sie ein Treffen mit allen Bewertenden, bevor die Bewertung beginnt, damit alle Erwartungen und Kriterien abgestimmt sind.

Veröffentlichen Sie die Digital-Asset-Management-Software-RFP

Die Veröffentlichung der Ausschreibung (RFP) besteht nicht nur darin, sie zu versenden – es geht darum, den Anbietern den richtigen Zugang, Zeitrahmen und klare Anweisungen zu geben, damit sie effektiv reagieren können. Ein reibungsloser Verteilungsprozess legt den Grundstein für die Qualität der eingehenden Angebote. So gelingt der Einstieg:

Wählen Sie die richtige Verteilungsmethode

Ziehen Sie Möglichkeiten wie E-Mail, RFP-Softwareplattformen oder Beschaffungsportale zur Verteilung Ihrer RFP in Betracht. Jede Methode hat ihre Vorteile, aber die Nutzung eines zentralen Systems zur Nachverfolgung der Antworten ist entscheidend.

So stellen Sie sicher, dass nichts untergeht und Sie die Kommunikation effizient steuern können. Fügen Sie ggf. eine Kontaktliste der Anbieter hinzu oder nutzen Sie ein rollenbasiertes Postfach, um alles übersichtlich zu halten.

Legen Sie klare Zeitrahmen fest

Stellen Sie einen Standard-Zeitplan für die RFP vor und teilen Sie diesen innerhalb der Ausschreibung mit:

  • Veröffentlichungsdatum der RFP
  • Frage- und Antwortzeitraum für Anbieter
  • Frist für die endgültige Einreichung
  • Bewertungs- und Auswahlphase

Indem Sie diese Erwartungen von Anfang an festlegen, geben Sie den Anbietern eine klare Orientierung, wodurch sie ihre Antworten besser planen und auf die Anforderungen Ihres Teams abstimmen können.

Bestimmen Sie die Anforderungen für die Einreichung

Stellen Sie sicher, dass die Anbieter genau wissen, wie sie ihre Angebote einreichen sollen. Geben Sie zugelassene Dateiformate wie PDF-, Word- oder Excel-Vorlagen an und benennen Sie die bevorzugte Übermittlungsmethode, z. B. ein Upload-Portal oder eine spezielle E-Mail-Adresse.

Weisen Sie klar darauf hin, falls bestimmte Vorlagen oder Formulare Pflicht sind und ob verspätete Einreichungen akzeptiert werden. Diese Transparenz verhindert Missverständnisse und hält den Prozess reibungslos am Laufen.

Angebote auswerten & Anbieter in die engere Auswahl nehmen

Jetzt zahlt sich Ihr strukturierter Ansatz aus, und Ihr Team kann die Antworten der Anbieter mit Zuversicht in eine Shortlist überführen. Konsistenz, Objektivität und Zusammenarbeit aller am Auswahlprozess Beteiligten sind hierbei entscheidend. So evaluieren und selektieren Sie Anbieter:

  • Angebote organisieren und formatieren: Beginnen Sie damit, die Angebote in ein einheitliches Format zu bringen, damit sie leichter vergleichbar sind. So lassen sich Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen den Anbietern schnell erkennen.
  • Punktematrix verwenden: Wenden Sie die von Ihnen entwickelte Bewertungsmatrix konsequent auf jedes Angebot an. Dadurch stellen Sie sicher, dass alle Anbieter nach denselben Kriterien beurteilt werden – fair und objektiv.
  • Demos und Interviews planen: Vereinbaren Sie Termine oder sehen Sie sich aufgezeichnete Demos von DAM-Software an mit den besten Anbietern. Durch Live-Präsentationen und den direkten Austausch erhalten Sie Einblicke, die schriftliche Angebote nicht bieten.
  • Referenzen prüfen: Kontaktieren Sie die von den Anbietern angegebenen Referenzen, um ihre Angaben zu überprüfen. Stellen Sie gezielte Fragen zu den Erfahrungen, um einen realistischen Eindruck von Leistung und Support zu gewinnen.
  • Unklarheiten im Angebot klären: Zögern Sie nicht, bei Unklarheiten direkt bei den Anbietern nachzufragen. Klare Kommunikation sorgt dafür, dass Sie das Angebot jedes Anbieters vollständig nachvollziehen können.

Anbieter auswählen & informieren

Nachdem Ihr Team einen Anbieter ausgewählt hat, sind die abschließenden Schritte genauso wichtig wie der Auswahlprozess selbst. Klare, professionelle Kommunikation mit allen Anbietern – sowohl mit dem ausgewählten als auch mit den nicht berücksichtigten – ist entscheidend. Stellen Sie zudem die interne Abstimmung sicher, bevor es in die Vertragsunterzeichnung geht. Folgendes ist jetzt zu tun:

Gewählte und abgelehnte Anbieter informieren

Eine zeitnahe und respektvolle Kommunikation mit allen Anbietern sorgt für starke Beziehungen – auch zu denen, die nicht ausgewählt wurden. Senden Sie einen kurzen Dank und geben Sie, wo angebracht, ein kurzes Feedback. Diese Höflichkeit hinterlässt einen positiven Eindruck und hält Türen für zukünftige Möglichkeiten offen.

Bereiten Sie sich auf die finalen Verhandlungen vor

Typische Verhandlungspunkte sind Preisgestaltung, Service-Level-Agreements (SLAs) und Vertragsbedingungen. Legen Sie im Vorfeld fest, wo die Abbruchkriterien Ihres Teams liegen, um Ihre Grenzen zu kennen. Arbeiten Sie mit einer Checkliste oder Agenda, um während der Gespräche den Überblick zu behalten und alle wichtigen Punkte effizient zu klären.

Sorgen Sie für interne Abstimmung vor Vertragsabschluss

Vor der Unterzeichnung sollten alle notwendigen internen Freigaben eingeholt sein. In der Regel gehören dazu eine Freigabe durch Führung oder Finanzabteilung, eine rechtliche oder einkaufsseitige Prüfung und die Zusammenfassung der Entscheidungsgründe. Eine klare Zusammenfassung hilft internen Prüfern, zügig zu agieren und das Verfahren im Fluss zu halten.

Wie geht es weiter:

Wenn Sie aktuell eine Ausschreibung für Digital Asset Management recherchieren, kontaktieren Sie kostenlos einen SoftwareSelect-Berater für individuelle Empfehlungen.

Sie füllen ein Formular aus und führen ein kurzes Gespräch, in dem gezielt auf Ihre Anforderungen eingegangen wird. Anschließend erhalten Sie eine Software-Shortlist zur Prüfung. Sie werden während des gesamten Beschaffungsprozesses unterstützt – auch bei Preisverhandlungen.